ŽDB DRÁTOVNA a.s.
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ŽDB DRÁTOVNA a.s. ALLGEMEINE GESCHÄFTS- UND LIEFERBEDINGUNGEN I. Allgemeine Bestimmungen 1. Diese Allgemeinen Geschäfts- und Lieferbedingungen (im folgenden "AGB") sind allgemeine Geschäftsbedingungen im Sinne der Bestimmungen des Par. 1751 ff. des Gesetzes Nr. 89/2012 Slg., Bürgerliches Gesetzbuch. Zweck dieser AGB ist eine ausführliche Anpassung der Verbindlichkeiten aus Verträgen zwischen dem Verkäufer — der Gesellschaft ŽDB DRÁTOVNA a.s., und dem Käufer – der unternehmenden juristischen oder natürlichen Person beim Verkauf von Waren und Erbringung von Dienstleistungen im Zusammenhang mit dem Warenverkauf. 2. Zusammen mit den konkreten Verkaufsbedingungen, die den Inhalt des Rahmenvertrags, des Kaufvertrags, der Auftragsbestätigung ("Confirmation of order"), im folgenden auch "Vertrag", stellen diese AGB die vollständige Vereinbarung der Vertragsparteien über Verkaufsbedingungen und ersetzen alle vorherigen, durch den Käufer vorgeschlagenen Geschäftsbedingungen sowie vorherige mündliche oder schriftliche Vereinbarungen. Für den Fall, dass aus dem Vertrag gegenüber den AGB abweichende Vereinbarungen der Parteien sich ergeben sollten, so gilt vorrangig die Vertragsvereinbarung vor den AGB. 3. Die AGB sind ab dem Zeitpunkt des Vertragsabschlusses für die Vertragsparteien verbindlich, sofern der zuständige Vertrag eine schriftliche Erwähnung auf diese AGB beinhaltet und die AGB zum Vertrag angeschlossen sind oder der Käufer im Vertrag oder auf eine andere Art bestätigt, dass ihm der Inhalt der AGB bekannt ist. 4. Änderungen und Ergänzungen der AGB, sowie sämtliche Änderungen, Ergänzungen und Anhänge zum Vertrag sind nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung beider Vertragsparteien in schriftlicher Form zulässig. 5. Als schriftlich getroffene Rechtshandlungen gelten auch Rechtshandlungen auf elektronischem Wege oder mit anderen technischen Mitteln, die Erfassung des Inhalts und Identifikation der handelnden Person erlauben, sofern der Inhalt bestimmt und verständlich ist und die gegebene Rechtshandlung eine im Vertrag genannte Person trifft. Diese Regelung gilt nicht für Rechtshandlungen gemäß Punkt 4. dieses Artikels der AGB. 6. Sämtliche Angaben im Vertrag, weiter auch Informationen, Dokumente und sonstige, durch den Verkäufer dem Käufer zur Verfügung gestellte Unterlagen im Zusammenhang mit dem Vertrag, die nicht allgemein zugänglich sind, gelten als Geschäftsgeheimnisse des Verkäufers (im folgenden auch "vertrauliche Informationen"). Der Käufer verpflichtet sich, ohne vorherige Zustimmung des Verkäufers solche vertraulichen Informationen für seinen Gebrauch im Widerspruch gegen dem Zweck des Vertrags nicht zu nutzen und Dritten nicht zugänglich zu machen. 7. Für den Fall, dass der Käufer einige seiner Vertragsverpflichtungen oder gesetzlicher Verpflichtungen nicht erfüllt, kann der Verkäufer entweder auf deren Erfüllung bestehen oder vom Vertrag zurücktreten. In beiden Fällen hat der Verkäufer Anspruch auf Ersatz von Sachschäden, die ihm dadurch entstanden sind. II. Verpackung 1. Für den Fall, dass die Vertragsparteien keine spezielle Warenverpackung auf der Grundlage der Kundenwünsche vereinbaren, ist der Verkäufer verpflichtet, die Ware nach den für die Ware üblichen Gewohnheiten zu verpacken, geeignet für Versand und Transport der Ware, ansonsten entsprechend dem Erhalt und Schutz der Ware (hierbei handelt es sich um sogenannte Industrieverpackungen gemäß Gesetz Nr. 477/2001 über Verpackungen, in Fassung späterer Vorschriften). 2. Der Verkäufer hat einen abgeschlossenen Vertrag über gepoolte Erfüllung mit dem autorisierten Verpackungsunternehmen EKO-KOM, a.s. im Sinne der Best. des § 13 Abs. 1 Punkt c) des Gesetzes Nr. 477/2001 über Verpackungen, im geltenden Wortlaut (Registration Nr. F00120662), wonach das autorisierte Verpackungsunternehmen die Verpflichtung der Rücknahme und Wiederverwendung gültig ab 1. Februar 2014 sämtlicher Abfälle aus Verpackungen übernimmt, die der Verkäufer auf den Markt oder in den Umlauf bringt. 3. Sofern dies die Vertragsparteien im Vertrag vereinbaren, wird die Ware in Mehrwegverpackungen verpackt. Mehrwegverpackungen werden vom Verkäufer ordentlich gekennzeichnet und bleiben Eigentum des Verkäufers, wobei der Käufer für die Zeit, in der sich die Verpackungen in seiner Verfügung befinden, das Risiko der Beschädigung dieser Verpackungen trägt. 4. Der Käufer ist verpflichtet die Mehrwegverpackungen dem Verkäufer zurückzugeben, und zwar per Lieferschein FCA Werk des Käufers oder DDP entsprechender Betrieb / Werk des Verkäufers, gemeinsam mit einem vom Verkäufer ausgestellten Dokument als Begleitschein der Verpackung. Mehrwegverpackungen werden im ursprünglichen Zustand zurückgegeben, mit Rücksicht auf gängige Abnutzung. Die Rückgabefrist beträgt bis 4 Monate (gilt für die Werke TPD, Cords, Seilwerk), bzw. bis 2 Monate (gilt für die Werke TND, Gestein, Federwerk) ab dem Tag der Warenanlieferung, sofern nichts anderes vereinbart. Mit fruchtlosem Ablauf dieser Frist geht die Mehrwegverpackung als gängige Industrieverpackung ins Eigentum des Käufers über und der Verkäufer ist berechtigt dem Käufer den Preis dafür in der Höhe der öffentlich zugänglichen Preisliste des Verkäufers in Rechnung zu stellen, die zum Zeitpunkt der Warenanlieferung gültig war. Dies gilt sinngemäß, sofern es zur Beschädigung oder zu übermäßiger Abnutzung der Mehrwegverpackungen zum Zeitpunkt kommt, wenn der Käufer das Risiko eines Schadens trägt. 5. Der Käufer ist verpflichtet, dem Verkäufer auf Verlangen unverzüglich die aktuelle Anzahl Mehrwegverpackungen in seiner Verfügung und im Eigentum des Verkäufersmitzuteilen. Sofern Differenzen gegenüber dem Stand der Evidenz des Verkäufers festgestellt werden, ist der Verkäufer berechtigt, dem Käufer den zum Zeitpunkt der Warenanlieferung gültigen Listenpreis fehlender Mehrwegverpackungen in Rechnung zu stellen. Teilt der Käufer dem Verkäufer diesen Stand innerhalb der erforderlichen Frist nicht mit, ist der Verkäufer berechtigt, dem Käufer den zum Zeitpunkt der Warenanlieferung gültigen Listenpreis für die Mehrwegverpackungen laut seiner Evidenz in Rechnung zu stellen. III. Kaufpreis und Zahlungsbedingungen 1. Eine Vereinbarung über die Höhe des Kaufpreises der Ware ist eine notwendige Bedingung für das Entstehen des Vertrags. 2. Im Vertrag steht der Warenpreis ohne Mehrwertsteuer angegeben (nachstehend auch "MwSt."). Der Käufer ist verpflichtet, den Warenpreis zuzüglich aktuell geltenden MwStSatz zu zahlen. Dies gilt nicht, wenn die Erfüllung im Reverse Charge Regime erfolgt und die Verpflichtung zur Mehrwertsteuer der Käufer hat. 3. Bestandteil des Kaufpreises der Ware ist der nach der gültigen Preisliste des Verkäufers festgelegte Preis für Mehrwegverpackungen, in denen die Ware verpackt ist. Innerhalb von 15 Tagen nach dem Datum der ordnungsgemäßen Rückgabe der Mehrwegverpackung an den Verkäufer im Sinne des Artikels II., Punkt 3 dieser AGB wird ihr Preis für Rückerstattung mit einer Gutschrift des Verkäufers zur entsprechenden Rechnung dem Käufer gut geschrieben und auf dieser Grundlage innerhalb von 30 Tage Zahlungsfrist ab dem Zeitpunkt der Ausstellung rückerstattet. Im Rahmen der Gutschrift wird dem Käufer bei Abnutzung der Mehrwegverpackungen eine Gebühr nach gültiger Preisliste des Verkäufers abgezogen. 4. Der Verkäufer ist berechtigt, den Kaufpreis der Ware zu erhöhen, sofern es jederzeit während der Periode, für die der Preis vereinbart wurde, inklusive der Zeit nach Kaufvertragsentwurf (sog. Angebot) durch den Verkäufer, bis zu der Warenanlieferung zu einer wesentlichen Erhöhung der entscheidenden Herstellungskosten für die Herstellung der Ware kommt, insbesondere zur Preiserhöhung für Walzmaterial oder andere Eingangsrohstoffe wie Altmetall, Eisenerze, Kohle, metallische Zusätze, Energiepreise, Brennstoffe oder Transportkosten. Der Verkäufer hat dem Käufer den erhöhten Kaufpreis samt Preisgestaltung schriftlich mitzuteilen. 5. Wird der Preis der Waren pro Gewichtseinheit vereinbart (z.B. pro 1 Tonne / CZK / EUR) sind die Gewichtsdaten der Waage des Verkäufers für den Gesamtkaufpreis der Waren entscheidend. Bei Kaufpreisbestimmung nach anderen Einheiten (Maßeinheit, z. B. Meter) oder nach Stückzahl, ist die Angabe über ausgelieferte Ware im entsprechenden Lieferdokument für den Gesamtkaufpreis der Waren entscheidend. 6. Der Verkäufer hat das Recht, den Kaufpreis der Waren auf einer Rechnung zum Datum der Steuererfüllung zu verrechnen, also zum Datum, an dem die Verpflichtung der Warenlieferung in Übereinstimmung mit dem Inhalt der vereinbarten Lieferklausel nach ICC-Regeln für die Verwendung von Klauseln in nationalen und internationalen Geschäften Incoterms 2010 bzw. nach anderer vereinbarter Version der Incoterms (nachfolgend auch "Incoterms") erfüllt wurde, es sei denn, der Vertrag bestimmt anderes. 7. Der Käufer ist verpflichtet, den Kaufpreis der Ware auf das Konto des Verkäufers laut Steuerbeleg in einer Zahlungsfrist von 30 Tagen nach Rechnungsdatum zu zahlen, es sei denn, im Vertrag wurde eine andere Zahlungsfrist vereinbart. Berechtigte Einwände gegen den Inhalt des ausgestellten Steuerbelegs ist der Käufer verpflichtet spätestens in 5 Tagen nach seinem Eingang geltend zu machen. 8. Mit dem Tag der Zahlung versteht sich der Tag, an dem der Rechnungsbetrag entsprechend dem vollen Kaufpreis /netto und effective/ bzw. eine andere Geldverbindlichkeit des Käufers auf das Bankkonto des Verkäufers gutgeschrieben wurde. 9. Für den Fall, dass der sich Käufer mit der Erfüllung einer Geldverbindlichkeit oder eines Teiles davon in Verzug befindet, ist der Verkäufer berechtigt, Verzugszinsen in vereinbarter Höhe von 0,03% des ausstehenden Betrags für jeden Tag des Verzugs zu berechnen. 10. Der Verkäufer ist auch berechtigt, Vorauszahlungen auf den Kaufpreis der Ware zu verlangen; Grundlage für die Zahlung dieses Vorschusses ist die Anzahlungsrechnung (Anzahlungsschein), zahlbar innerhalb von 30 Tagen nach Ausstellungsdatum, es sei denn, die Parteien haben im Vertrag eine andere Zahlungsfrist vereinbart. Der Verkäufer ist ebenfalls berechtigt beim Abschluss des Vertrages vom Käufer eine akzeptable Schuldabsicherung zu verlangen (Akkreditive, Bankgarantien, Bürgschaften eines anderen Subjektes, Eigenwechsel oder Blankowechsel, Pfandrecht oder andere geeignete Sicherheitsinstrumente). Für den Fall, dass der Käufer diesem Ersuchen innerhalb der vereinbarten Frist nicht entgegenkommt, ist der Verkäufer berechtigt die Produktion / den Versand der Waren einzustellen oder er hat das Recht, vom Vertrag zurückzutreten. 11. Für den Fall, dass es zu Umständen kommt, oder der Verkäufer Informationen über solche Umstände erhält, aus denen geschlossen werden kann, dass der Käufer gegenüber dem Verkäufer zahlungsunfähig ist oder werden kann, bzw. andere Informationen erhält, die die Glaubwürdigkeit des Käufers verschlechtern können (schlechte Finanzlage, Liquidation, auf Überschuldung hindeutende Umstände, schlechte Zahlungsmoral, Verzug länger als 30 Tage, etc.), ist der Verkäufer berechtigt, den Käufer zur sofortigen Zahlung aller Geldverbindlichkeiten aus bereits ausgestellten Rechnungen unabhängig von den Zahlungsfristen aufzufordern und/oder eine ausreichende Absicherung der Schulden im Umfang gemäß Punkt 10 des Artikels III. der AGB vom Käufer zu verlangen. Der Käufer ist verpflichtet, dieser Aufforderung des Verkäufers innerhalb von 5 Tagen nach Eingang nachzukommen. Der Verkäufer ist auch berechtigt, bei allen noch nicht erfolgten Lieferungen Vorauszahlung des Kaufpreises zu verlangen, und zwar unabhängig von den bereits vereinbarten Zahlungsbedingungen, oder vom Vertrag abzutreten. 12. Hat der Verkäufer mit entsprechender gewerblichen Versicherung (EGAP, Hermes etc.) eine Versicherung gegen Nichtzahlung von Geldverbindlichkeiten durch den Käufer abgeschlossen und im Laufe des Vertragsverhältnisses zwischen dem Verkäufer und dem Käufer die Versicherungsgesellschaft Änderungen in Bezug auf das Kreditlimit der Versicherung von Geldverbindlichkeiten des Käufers anordnet (Kürzung, Kündigung usw.), so ist der Verkäufer berechtigt, notwendige Schritte zur Absicherung der Verbindlichkeiten des Käufers (nach Vorgehen der Versicherungsgesellschaft) wie folgt zu unternehmen: 12.1 kommerzielle Versicherungsgesellschaft kürzt das Kreditlimit: (i) ist zum Zeitpunkt des Eingangs der Mitteilung der Versicherung über die Kürzung des Kreditlimits die tatsächliche Höhe aller Geldverbindlichkeiten des Käufers aus allen vertraglichen Beziehungen niedriger als das aktuell gekürzte Kreditlimit, so ist der Verkäufer verpflichtet, die Ware laut Vertrag bis zur Höhe des aktuell gekürzten Kreditlimits zu liefern; weitere Lieferungen von Waren über den Rahmen des aktuell gekürzten Kreditlimits ist der Verkäufer berechtigt auszusetzen, es sei denn, der Käufer bietet für seine Schulden entsprechende Sicherheit (Bankgarantie, Pfandrecht, etc.); (ii) ist zum Zeitpunkt des Eingangs der Mitteilung der Versicherung über die Kürzung des Kreditlimits die tatsächliche Höhe aller Geldverbindlichkeiten des Käufers aus allen vertraglichen Beziehungen höher als das aktuell gekürzte Kreditlimit, ist der Verkäufer berechtigt, die Auslieferung von Waren über dieses aktuellen gekürzte Kreditlimit mit sofortiger Gültigkeit einzustellen. Der Käufer ist gleichzeitig verpflichtet, auf Verlangen des Verkäufers (nicht später als 10 Tage nach Eingang der Aufforderung) zusätzliche Sicherheiten für seine Geldverbindlichkeiten (Bankgarantie, Pfandrecht, etc.) in der Höhe des Kaufpreises der durch den Verkäufer bereits hergestellten, dem Käufer aber noch nicht gelieferten, oder gelieferten und durch den Verkäufer in Rechnung gestellten Waren, die durch die Kreditlimits der Versicherung nicht gedeckt sind, zu leisten. 12.2 kommerzielle Versicherungsgesellschaft beendet (kündigt) das Kreditlimit: (i) der Verkäufer ist berechtigt, die Warenlieferungen mit sofortiger Gültigkeit einzustellen, der Käufer ist gleichzeitig verpflichtet, auf Verlangen des Verkäufers (nicht später als 10 Tage nach Eingang der Aufforderung) zusätzliche Sicherheiten für seine Geldverbindlichkeiten (Bankgarantie, Pfandrecht, etc.) in der Höhe des Kaufpreises der durch den Verkäufer bereits hergestellten, dem Käufer aber noch nicht gelieferten Waren zu leisten und gleichzeitig eine Absicherung der Geldverbindlichkeiten aus allen künftigen Warenlieferungen zu leisten. 13. Soll der Käufer Lieferungen von Waren über das Kreditlimit verlangen oder das Kreditlimit erschöpft wird (d.h. der Gesamtbetrag der Geldverbindlichkeiten des Käufers erreicht die aktuelle Höhe des Kreditlimits), kann der Verkäufer die Warenlieferungen an den Käufer einstellen (ohne in Verzug mit der Lieferung zu geraten), bis die Höhe der Gesamtexposition wieder unter das Kreditlimit sinkt (durch Bezahlung der Geldverbindlichkeiten des Käufers) oder bis zusätzliche Absicherung künftiger Schulden des Käufers. 14. Der Verkäufer ist nicht verpflichtet, die Ware zu liefern, oder hat das Recht, die Produktion von bereits bestellten Ware einzustellen oder vom Vertrag zurückzutreten oder andere Rechte laut diesen AGB geltend zu machen, sofern der Käufer die Zahlungsbedingungen für jegliche Geldverbindlichkeiten an den Verkäufer nicht einhält, sowie auch, sofern der Käufer kein ausreichende Absicherung seiner Schulden leistet, bzw. andere Verpflichtungen aus diesem Artikel der AGB nicht erfüllt. Ein solches Vorgehen des Verkäufers gilt nicht als Vertragsbruch oder Verzug mit Warenlieferung. 15. Käufer ist ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Verkäufers nicht berechtigt jegliche seiner Ansprüche aus dem Vertrag oder im Zusammenhang mit ihm gegenüber dem Verkäufer an ein anderes Subjekt abzutreten oder diese Ansprüche zu verpfänden, um seine eigene Verbindlichkeiten oder Verbindlichkeiten Dritter abzusichern. Für den Fall einer Verletzung dieser Verpflichtung des Käufers wird eine Vertragsstrafe in Höhe von 20% des Nominalwerts der unberechtigt abgetretenen oder verpfändeten Forderung vereinbart. Der Käufer ist auch nicht berechtigt, seine Forderungen einseitig auf seine Verbindlichkeiten gegenüber dem Verkäufer aufrechnen. IV. Bedingungen für Warenanlieferung 1. Sofern im Vertrag nicht anders vereinbart, erfüllt der Verkäufer seine Verpflichtung die Ware an den Käufer zu übergeben (d.h. Verpflichtung zur Warenlieferung) durch seine Lieferung in Übereinstimmung mit dem Inhalt der vereinbarten INCOTERMS Lieferklausel. Der Verkäufer hat die Ware sichtbar und ausreichend als Lieferung an den Käufer zu kennzeichnen. Die Gefahr eines Schadens an der Ware (d.h. Risiko von Verlust und Beschädigung) geht laut Inhalt der vereinbarten INCOTERMS Lieferklausel auf den Käufer über. 2. Der Verkäufer hat die Ware innerhalb der im Vertrag als Zeitpunkt der Erfüllung vereinbarten Frist zu liefern. Der Verkäufer ist berechtigt, die Ware vorzeitig zu liefern, sofern der Käufer eine solche Lieferung nicht ablehnt, nachdem er vom Verkäufer über die Versandbereitschaft der Ware informiert wurde. Der Käufer ist nicht berechtigt, eine vorzeitige Lieferung zu verlangen. 3. Die Erfüllungszeit kann durch den Verkäufer um die zur Beseitigung der die Erfüllung des Verkäufers verhindernden / erschwerenden Hindernisse notwendige Zeit angemessen verlängert werden. Der Verkäufer hat den Käufer darüber unverzüglich zu informieren und hat sich für eine schnellstmögliche Beseitigung dieser Hindernisse maximal einzusetzen. Im Falle, dass der Hersteller des Halbfabrikats, aus dem die Ware hergestellt wird, die Produktion des Halbfabrikats erst zu Ende der als Erfüllungszeitpunkt vereinbarten Frist einstellt, so ist der Verkäufer berechtigt, die Ware spätestens innerhalb von 10 Kalendertagen nach dem vereinbarten Erfüllungszeitpunkt zu liefern, ohne dass dies einen Verzug mit der Warenlieferung durch den Verkäufer bedeuten würde. 4. Der Verkäufer hat auch das Recht, die Erfüllungszeit um die Zeit des Verzugs des Käufers mit der Erfüllung seiner Geldverbindlichkeiten gegenüber dem Verkäufer zu verlängern, und zwar auch aus anderem Vertrag. 5. Sofern im Vertrag vereinbart ist, dass der Verkäufer den Transportvertrag schließt bzw. besorgt, so ist der Käufer verpflichtet dem Verkäufer schriftliche Anweisungen für den Warentransport an den Bestimmungsort zu übergeben, und zwar bei der Verhandlung über die Bedingungen des jeweiligen Vertrags, spätestens aber 10 Tage vor dem voraussichtlichen Zeitpunkt der Warenauslieferung, sofern im Vertrag nicht anders vereinbart. Bestandteil der Transportanweisung sind alle relevanten Informationen für den Transport der Ware, insbesondere die Identität des Empfängers und des Entladungsortes, Arbeitszeit für die Übernahme der Lieferung, Spezifikationen der Feiertage und sonstige Beschränkungen oder Ausschlüsse der auf der Entladung auf der Empfängerseite. Erhält der Verkäufer diese Anweisung in vereinbarter Frist nicht, bzw. ist diese Anweisung unvollständig oder ungenau, so ist er berechtigt, das Datum der Warenauslieferung auszusetzen, ohne dass dies einen Verstoß gegen den Vertrag bedeuten würde. Der Verkäufer ist auch berechtigt, die Erstattung des Sachschadens zu verlangen, der ihm durch Verletzung der Verpflichtung des Käufers, eine ordentliche und rechtzeitige Anweisung für den Warentransport vorzulegen, entstanden ist. 6. Der Verkäufer hat dem Käufer jede Warenauslieferung anzukündigen (folgend auch "Aviso"), und zwar innerhalb von 24 Stunden nach Versand laut vereinbarter INCOTERMS Lieferklausel. 7. Hat der Verkäufer gegenüber dem Käufer keine Verpflichtung einen Transportvertrag abzuschließen, ist der Käufer verpflichtet, die Ware zu übernehmen bzw. seine Übernahme zu organisieren, und zwar spätestens innerhalb von 10 Tagen nach der Mitteilung des Verkäufers über die Versandbereitschaft der Ware. 8. Der Verkäufer ist zu einer Teillieferung der Ware berechtigt und der Käufer ist verpflichtet eine solche Teillieferungen zu übernehmen. 9. Wird die Ware durch den Verkäufer zur Abnahme durch den Käufer "ab Lager" vorbereitet (hergestellte und zum vereinbarten Erfüllungszeitpunkt zum Versand für den Käufer vorbereitete Ware), schickt der Verkäufer dem Käufer eine Meldung (Information) über die Verandbereitschaft der Ware Auslieferung (folgend auch "Bereitschaftsmeldung"). Der Käufer ist verpflichtet dem Verkäufer sog. "Abruf" mit Disposition zum Warenversand zu schicken (folgend auch "Abruf"), so dass spätestens innerhalb von 10 Tagen nach Absendung der Bereitschaftsmeldung die Ware an den Spediteur zum Transport an den Käufer übergeben wird. Für den Fall, dass aus Gründen beim Käufer (Untätigkeit des Käufers, kein Abruf, Anforderung auf Versand der Ware nach Ablauf der 10-Tage-Frist, usw.) der Warenversand nicht innerhalb von 10 Tagen nach Bereitschaftsmeldung (folgend auch "Auslieferungsfrist") erfolgt, ist der Verkäufer berechtigt, eine Vertragsstrafe in Höhe von 0,75 EUR / oder 20,- CZK pro 1 Tonne Waren / Tag für die ersten 30 Kalendertagen nach Ablauf der Auslieferungsfrist, bis zum Tag der tatsächlichen Auslieferung von Waren zu berechnen. Erfolgt die Auslieferung aus Gründen beim Käufer auch während dieser 30tägigen Frist nicht, so ist der Verkäufer berechtigt die Vertragsstrafe für den folgenden Zeitraum auf 1,5 EUR / oder 40,CZK pro 1 Tonne Waren / Tag zu erhöhen oder nach vorheriger Mahnung und zusätzlicher angemessener Frist zum ordentlichen Abruf (mindestens 5 Arbeitstage) die Ware auf geeignete Weise auf Kosten des Käufers zu veräußern oder vom Vertrag abzutreten. 10. Notwendige Voraussetzung für die Auslieferung der Ware durch den Verkäufer ist auch die ordentliche Bezahlung aller fälligen Geldverbindlichkeiten aus allen Vertragsbeziehungen durch den Käufer. Für den Fall, dass die Ware versandbereit ist und der Verkäufer aber aus Gründen beim Käufer nicht verpflichtet, die Ware zu liefern (vgl. Art. III. dieser AGB) oder aus anderen vereinbarten bzw. gesetzlichen Gründen, und die Beseitigung dieser den Warenversand hindernden Mängeln auch während der Auslieferungsfrist nicht erfolgt, ist der Verkäufer berechtigt, eine Vertragsstrafe in Höhe und Art nach Punkt 9 des Artikels IV dieser AGB geltend zu machen. 11. Für den Fall, dass die Ware an einen Käufer ausgeliefert wird, der auf dem Gebiet eines anderen EUMitgliedstaats zur Mehrwertsteuer ( MwSt./VAT) registriert ist, unterliegt der Verkauf der Ware vorbehaltlich Erfüllung gesetzlicher Anforderungen der Übertragung der Steuerpflicht im Rahmen des Reverse-Charge-Systems an den Käufer. Lieferdokumente auf dem Gebiet der EU Staaten sind entsprechende Transportdokumente, insbesondere CMR, CIM, B / L usw. Erfolgt die Lieferung von Waren laut Lieferklausel, nach der der Verkäufer keine Verpflichtung gegenüber dem Käufer hat, einen Transportvertrag abzuschließen, verpflichtet sich der Käufer umgehend dem Verkäufer einen ordnungsgemäßen Nachweis des Warenempfangs zu liefern, bzw. Lieferbeleg des Verkäufers als Beweis der Warenanlieferung zu übernehmen. 12. Der Käufer verpflichtet sich unverzüglich den Verkäufer schriftlich über alle Änderungen in seiner Steueridentifikation (UID-/ VAT-Nummer) zu informieren, bzw. auch über Änderungen des Steuerregimes (Umsatzsteuerzahler Nichtzahler). Bei Verstoß des Käufers gegen diese Verpflichtung ist der Verkäufer berechtigt den Schadenersatz für sämtliche Sachschäden zu verlangen, die dem Verkäufer als Folge der Mehrwertsteuerzahlung oder durch Strafen bzw. andere Gebühren an den Steuerverwalter entstanden sind. 13. Der Käufer verpflichtet sich, den Verkäufer unverzüglich nach Warenübernahme vom Spediteur über Beschädigungen oder Wertverlust der Ware während des Transports zu informieren und seine Anliegen in das entsprechende Transportdokument anzuführen. Der Käufer ist weiterhin verpflichtet, nach Anweisungen des jeweiligen Versicherungszertifikats (Certificate of Insurance) vorzugehen. V. Eigentumsrecht an der Ware und Wiederausfuhrverbot 1. Die Ware bleibt bis zur vollständigen Bezahlung des Kaufpreises einschließlich Mehrwertsteuer Eigentum des Verkäufers (sog. "Eigentumsrechtsvorbehalt"). 2. Der Käufer ist berechtigt Ware unter Eigentumsrechtsvorbehalt nur im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit, unter üblichen Geschäftsbedingungen und nur sofern er nicht in Zahlungsverzug ist, zu veräußern oder verarbeiten, vorausgesetzt jedoch, dass er seinen Abnehmer beim Verkauf der Ware über das Bestehen des Eigentumsvorbehalts benachrichtigt. Der Käufer ist zur anderweitigen Verfügung über die Ware nicht berechtigt, insbesondere nicht Pfandrecht zu dieser Ware einzurichten bzw. eine sonstige Sicherheit zugunsten eines Dritten zu bieten. 3. Befindet sich der Käufer im Verzug mit der Zahlung des Kaufpreises für die Ware, ist der Verkäufer aufgrund des Eigentumsrechtsvorbehalts berechtigt den Käufer zur sofortigen Herausgabe dieser Ware aufzufordern und sich zur Übernahme dieser Ware am Lagerort einzustellen. Der Käufer ist verpflichtet dem Verkäufer die Übernahme der Ware zu ermöglichen und sämtliche notwendige Mitwirkung zu leisten. Sämtliche Kosten im Zusammenhang mit der Anwendung des Eigentumsvorbehalts hat der Käufer zu tragen. 4. Der Käufer ist zur Ausfuhr von Waren aus dem Gebiet der Europäischen Union nur mit vorheriger Zustimmung des Verkäufers berechtigt. Jede Weiterausfuhr der Ware auf das Gebiet eines anderen EU-Mitgliedstaats sowie die Wiedereinfuhr in die Tschechische Republik durch den Käufer ist der Käufer verpflichtet dem Verkäufer im Voraus, spätestens bei Abschluss des Vertrages, schriftlich mitzuteilen. Für den Fall einer Verletzung dieser Pflichten durch den Käufer wird eine Vertragsstrafe in Höhe von 20% des Kaufpreises der Ware (ohne Mehrwertsteuer) vereinbart, die unberechtigt außerhalb der EU oder in ein anderes EU-Land exportiert, bzw. in die Tschechische Republik reimportiert wurde. Das Recht des Verkäufers auf Ersatz entstandener Sachschäden bleibt von der Bestimmung über die Vertragsstrafe unberührt. VI. Höhere Gewalt 1. Für den Fall, dass während der Laufzeit des Vertragsverhältnisses unabhängig vom Willen einer der Vertragsparteien ein außergewöhnliches, unvorhersehbares und unüberwindbares Hindernis entsteht, das vorübergehend oder dauerhaft eine der Parteien an der Erfüllung der Verpflichtungen aus dem Vertrag hindert, verpflichten sich die Vertragsparteien über diese Hindernisse, sowie über ihre geschätzte Dauer unverzüglich schriftlich zu informieren und das weitere Vorgehen zu besprechen. Unter solchen "Hindernissen" verstehen die Vertragsparteien übereinstimmend sog. Umstände höherer Gewalt, insbesondere Streik, Krieg, andere Unruhen ähnlichen Charakters, Handels- und Währungsmaßnahmen, politischen oder sonstige Maßnahmen der Behörden, Naturkatastrophen wie Feuer, Überschwemmung, Erdbeben, Blitzschlag, arktischen Frost, die den Warentransport verhindern oder beschränken, usw., desweiteren durch den Verkäufer nicht verschuldete Lieferverzögerungen von Materialien und Komponenten, Transportaussperrungen oder Verzögerungen, Diebstahl von Waren beim Transport, Havarien der Produktionsanlagen oder ihrer Teile und ähnliche Ereignisse höherer Gewalt, einschließlich Entscheidung oder Anweisung der zuständigen staatlichen Behörde, die die Erfüllung der Vertragspflichten einschränkt oder verhindert. Die Vertragspartei, bei der die Ereignisse höherer Gewalt eingetreten sind, ist für die Nichterfüllung der Verpflichtungen aus dem Vertrag oder für resultierende Verzögerung nicht verantwortlich. 2. Dauert die Behinderung durch höhere Gewalt nicht länger als 30 Kalendertage, sind die Vertragsparteien verpflichtet, ihren Verpflichtungen aus dem Vertrag nachzugehen, sobald die Auswirkungen der höheren Gewalt abklingen, wobei die Lieferfristen sowie alle anderen Termine um die Zeit der Dauer der höheren Gewalt verschoben werden. Dauert die Behinderung durch höhere Gewalt länger als 30 Kalendertage, hat jede der Vertragsparteien das Recht, vom Vertrag abzutreten. VII. Rechte aus mangelhafter Leistung - Beanstandungen 1. Der Verkäufer ist verpflichtet den Vertragsgegenstand in vereinbarter Menge (Gewicht), in Qualität und Ausführung nach den technischen Spezifikationen im Vertrag, in den technischen Bedingungen oder im anderen von den Parteien abgestimmten Dokument zu liefern. Es handelt sich nicht um einen Mangel in der Leistung und die Ware gilt als ordnungsgemäß geliefert, sofern die Menge (Gewicht) bzw. die Qualität der gelieferten Ware den zulässigen Toleranzabweichungen laut Vertrag, AGB, technischen Bedingungen, geltenden Normen oder anderen allgemein verbindlichen Vorschriften entspricht. 2. Der Käufer hat die Ware zu untersuchen und sich über seine Eigenschaften und Menge unverzüglich nach der Anlieferung zu überzeugen. 3. Der Verkäufer bietet dem Käufer für die Ware eine Qualitätsgarantie von 12 Monaten nach Warenanlieferung, sofern sich aus dem Vertrag keine anderen Gewährleistungsfrist ergibt. 4. Offensichtliche Mängel an der Ware, die bei der Überprüfung der Ware bei ihrer Anlieferung festgestellt werden konnten, hat der Käufer dem Verkäufer unverzüglich anzuzeigen, spätestens aber innerhalb von 15 Tagen nach der Lieferung. Sonstige Mängel an der Ware hat der Käufer dem Verkäufer unverzüglich nach ihrer Entdeckung anzuzeigen, spätestens aber bis zum Ende der vereinbarten Garantiezeit. 5. Sämtliche Beanstandungen der Mängel an der Ware müssen schriftlich erfolgen und müssen Identifikationsangaben über die reklamierte Lieferung beinhalten (Vertragsnummer oder Nummer der Auftragsbestätigung, Datum der Lieferung, Nummer des Transportbelegs, Chargennummer, Rechnungsnummer, etc.), eine Beschreibung der festgestellten Mängel, begleitet von Mängelnachweisen. Der Käufer ist verpflichtet dem Verkäufer den Zugang zu der reklamierten Ware zwecks Überprüfung der Berechtigkeit der Beanstandung zu ermöglichen. Mengenbeanstandungen müssen mit einem Nachweisdokument (Wiegeschein) eines unabhängigen Subjektes belegt werden. Eine Mengenabweichung der gelieferten Menge im Bereich von +/- 5% gilt nicht als Mengenmangel, sofern sich aus dem Vertrag keine andere Abweichungstoleranz ergibt. 6. Der Käufer ist verpflichtet, eine getrennte Lagerung der reklamierten Ware zu sichern, und zwar bis zu der Erledigung der Beanstandung. Freie Verfügung über die angegebene Ware, die das Reklamationsverfahren erschweren oder verhindern würde, ist ohne vorherige Zustimmung des Verkäufers unzulässig. Verletzt der Käufer diese Pflichten und ermöglicht dem Verkäufer nicht sich von der Existenz des Mangels zu überzeugen, bzw. ihm den Zugang zu den Waren verhindert, dem Verkäufer auf Anfrage keine Proben der reklamierten Ware zur Verfügung stellt, oder innerhalb der vom Verkäufer in seiner Stellungnahme zu der Beanstandung festgelegten Frist keine ausreichenden Beweise übergibt, die dem Verkäufer die Bestimmung einer angemessenen Preisreduzierung ermöglichen, gelten diese Tatsachen als Gründe für Zurückweisung der Beanstandung und haben den Verlust des Anspruchs des Käufers aus Mängeln der gelieferten Ware zur Folge. 7. Unmittelbar nach Eingang der Beanstandung des Käufers ist der Verkäufer verpflichtet, das Reklamationsverfahren einzuleiten, damit der Verkäufer innerhalb von 30 Tagen nach Eingang der Beanstandung dem Käufer seine Stellungnahme zu der Beanstandung mitteilt. Im Falle einer berechtigten Beanstandung der Ware hat der Verkäufer die Pflicht nach seiner Wahl eine Preisreduzierung anzubieten oder eine neue einwandfreie Erfüllung unter den ursprünglich vereinbarten Bedingungen zu leisten oder innerhalb der vereinbarten Frist die Mängel zu beseitigen. Seine Wahl teilt der Verkäufer in seiner Stellungnahme zu der Beanstandung dem Käufer mit. 8. Eine Beanstandung der Mängel an der Ware berechtigt den Käufer nicht die Zahlung des Kaufpreises der Ware einzustellen (einzubehalten) oder die Übernahme weiterer Lieferungen von Waren zu verweigern. Die Ansprüche des Käufers aus Warenmängeln erlöschen, sofern der Käufer die Mängel innerhalb der vereinbarten Fristen und auf vereinbarte Weise nicht anzeigt. 9. Der Verkäufer haftet nicht für Mängel durch Verschleiß und Abnutzung aus üblichen Gebrauch oder aus einem solchen Gebrauch der Ware, der dem Zweck des Vertrages oder der Dokumentation zu der Ware widerspricht. 10. Entsteht dem Käufer Schaden als Folge einer Verletzung von Vertragspflichten des Verkäufers (z.B. auch als Folge mangelhafter Warenlieferung), ohne dass die Verantwortung des Verkäufers ausschließende Umstände höherer Gewalt gelten würden, so ist der Verkäufer nur zur Bezahlung der tatsächlichen, nachweislich entstandenen und durch den Käufer quantifizierten Sachschäden verpflichtet, nicht aber zur Bezahlung des entgangenen Gewinnes, maximal jedoch bis zu 100% (einhundert Prozent) des Kaufpreises der Ware. Für den Fall von Schäden aus Verletzung verschiedener Vertragspflichten des Verkäufers gegenüber dem Käufer, übersteigt die Gesamthaftung des Verkäufers für Schäden, die dem Käufer aus demselben Vertrag entstehen, in keinem Fall 100% (einhundert Prozent) des Gesamtkaufpreises. VIII. Abschließende Bestimmungen 1. Alle Streitigkeiten, die aus diesem Vertrag und im Zusammenhang damit entstehen könnten, werden die Parteien vorrangig in gegenseitigem Einvernehmen und auf friedlichem Wege lösen. Kommt es zu keiner Einigung der Vertragsparteien über eine friedliche Beilegung dieses Streits, ist entgültig das Schiedsgericht bei der Wirtschaftskammer der Tschechischen Republik und der Agrarkammer der Tschechischen Republik in Prag zur Entscheidung zuständig, und zwar mit drei in Übereinstimmung mit dieser Ordnung bestimmten Schiedsrichtern. Die Vertragsparteien verpflichten sich, alle Verpflichtungen laut Schiedsspruch innerhalb der dort festgelegten Fristen zu erfüllen. Der beiden Parteien zugestellte Schiedsspruch ist durch Exekutionstitel vollstreckbar. 2. Die Bestimmung über Schiedsklausel gemäß Punkt 1 dieses Artikels der AGB gilt nicht, wenn der Käufer laut Vertrag ein Subjekt mit Sitz auf dem Gebiet der Tschechischen Republik ist. In einem solchen Fall sind zur Entscheidung entstandener Streitigkeiten sachlich zuständige Gerichte laut Gesetz 99/1963 in gültiger Fassung - Zivilprozessordnung zuständig, wobei die örtliche Zuständigkeit nach dem eingetragenen Sitz des Verkäufers ermittelt wird. 3. Der Käufer übernahm das Risiko der Änderung von Umständen nach Abschluss des Vertrages und ist daher nicht berechtigt Rechte laut Bestimmung des § 1765 Abs. 1 des Gesetzes Nr. 89/2012 Slg., Bürgerliches Gesetzbuch, in gültiger Fassung, geltend zu machen. 4. Die Rechtsbeziehungen aus dem Vertrag oder im Zusammenhang mit ihm, sowie in den AGB nicht behandelte Angelegenheiten richten sich dem tschechischen materiellen Recht, insbesondere nach Bestimmungen des Gesetzes Nr. 89/2012, Bürgerliches Gesetzbuch, in gültiger Fassung.
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