Neue Verhandlungen mit Bonn
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Neue Verhandlungen mit Bonn
Einzelpreis S 2.50 _ , , rm D . D . Erscheinungsorf Linz Verlagspostamt 4020 Linz 0fftic(lc0 Organ *tt 6uDctcn0cutffJicn w gatiOsmantifdiaft &ten-giii;, 2. ÜJcfcmbcr Neue Verhandlungen mit Bonn in üfltcrtcitf) (B£Ot) folge 25 Das Phänomen NPD Die Wahlen in Hessen am 6. November und die Wahlen in Bayern am 20. November haben die Aufmerksamkeit der westÜber die Auslegung des Kreuznadier Abkommens und das künftige Reparationsschädengesetz lichen und noch mehr der östlichen Welt auf die Erscheinung gelenkt, daß eine Außenminister Dr. Toncic-Sorinj heifjen, dafj auf Lastenausgleich Anspruch ten gehört". Diese Aenderung trägt den noch sehr junge Partei mit überraschend großen Erfolgen in die Landtage einziehen feilte im Finanz- und Budgetaus- hat, „wer am 31. Dezember 1950 seinen Wünschen der Heimatvertriebenen, die kann. Diese Partei nennt sich Nationalständigen Aufenthalt im Geltungsbereich nach Oesterreich übersiedelt sind, Rechschuß des Nationalrates mit, daß des Grundgesetzes, einschließlich Berlin demokratische Partei, kurz NPD. Sie ernung. Nach Inkrafttreten dieser Novelle, Verhandlungen über die Auslegung (West), gehabt hat oder wer seinen stän- die mit Wirkung vom 1. September 1952 rang auf Anhieb in Hessen 8, in Bayern 15 Mandate. Sie warf in Hessen die Gedes Kreuznacher Abkommens und digen Aufenthalt in diesem Gebiet seit an angewendet werden soll, kann das samtdeutsche Partei/BHE, in Bayern die über die Klausel des Reparations- Eintriff des Schadens und vor dem 31. De- Bundesverwaltungsgericht nicht mehr wie Freie Demokratische Partei und die schädengesetzes Anfang Dezember zember 1952 mindestens ein Jahr gehabt bisher entscheiden und in Frage stellen, Bayernpartei aus dem Landtag. Ihr Erfolg und von dort in einen Staat verlegt ob eine Uebersiedlung nach Oesterreich in Hessen ging zum Teil auch auf Kosten bei der Gemischten Kommission in hat, der CDU und der FDP. hat, der nicht zu den Aussiedlungsgebie- eine Auswanderung darstellt. Bonn geführt werden würden. In Aus den Anfangsbuchstaben NPD glaueiner Versammlung in Salzburg ben manche Beobachter in der Bundesrepublik und im Ausland einen Gleichfeilte Abg. Machunze mit, daß im klang mit der NSDAP heraushören zu Frühjahr 1967 Verhandlungen über müssen. Mancher Zungenschlag nationaleine Ausweitung des EntschädiAuf österreichischer Seite sind alle Vorbereitungen getroffen demokratischer Redner klingt gleichfalls gungswerkes aufgenommen wer- R a d i 0 Linz meldete am 18. November, daß Auch die Straße befindet sich in einem völlig an die Töne an, die man zu Zeiten der d e n Sollen. Außenminister Dr. T o n - Besprechungen zwischen Landeshauptmann p p verwahrlosten Zustand, sie ist erst ab der Ort- nationalsozialistischen Herrschaft gehört D rr D • c • •U U • U L - i J ii _ L - Gleißner Gleißner un und tschechischen politischen Stel- Schaft Schild wieder einigermaßen befahrbar. hat. Man spricht bereits von dem WiederCICOOrinj n a D e Sich bereits d e u t s c h e n scn i e na über die Öffnung der Grenze bei WeigetRadio Linz fügte der Meldung bei, daß auf erwachen des Nationalsozialismus und des Stellen q e q e n ü b e r unmihverständl g> sechs Kilometer vor Hohenfurt, statt- tschechischer Seite zahlreiche bauliche Einrich- Faschismus und weist darauf hin, daß ... " j . _ . , . . . , gefunden hätten. Welches Ergebnis diese Be- tungen zur Unterbringung und Verpflegung sich unter den Nationaldemokraten ein liCh g e g e n d i e Diskriminierung d e r sprechungen hatten, wurde nicht mitge- der Gäste geschaffen worden wären, die aber beträchtlicher Prozentsatz ehemaliger Parin Österreich l e b e n d e n Heimatver- t e ^* Oberösterreich böte gute Voraussetzun- für einen Stoßbetrieb nicht ausreichten. Man teigenossen befinde. ... . gen, da die Straße von Bad Leonfelden zur könne daher erwarten, daß die Besucher Da jeder Ziegel, der sich in Deutschland tnebenen im R e p a r a t i o n s g e s e t z Landesgrenze bis auf wenige Kilometer be- des Stauseegebietes sich nach Bad Leonfelden von re ts as nal einem Dach löst, erfahrungsgemäß den * P tiert se i- A n der Grenze steht noch begeben würden, um sich dort zu verpflegen, Auch eine Vermehrung der deutschen Gäste das nach dem ersten Weltkrieg erbaute Zoll- wäre zu erwarten, weil die Besucher des Sudetendeutschen auf den Kopf fällt, und PinnnMiHirk h haus, **»»us, in «i dem UCJÖ »ich sien die tue Zollwache z^ouvvaaie befindet uexmuei und uixu ware ¿u wwaireu, wen uic ocauuici uca da sich natürlich auch einige Sudetenrrnanrausscnurf derzeit einige Wohnparteien Unterkunft geif un- Moldauseegebietes jetzt entweder bei Fürth deutsche als Propagandisten der NPD behatte Abg. Dr. Tüll auf die Beunruhigung den haben. oder aber über Wullowitz bei Freistadt einAuf der tschechischen Seite müßte allerdings reisen müßten, was einen Umweg um fünfzig tätigten, andere auf den Listen aufscheiunter den Altösferreichern und Heimatein Zollhaus errichtet werden, weil Kilometer bedeute. Auch diese Gäste aus der nen, erscheint es zweckmäßig, sich mit dem vertriebenen hingewiesen, weil sidi die ^ * Bundesrepublik würden den Fremdenverkehr Phänomen des Auftauchens einer RechtsVermögensverhandlungen mit der CSSR in Bad Leonfelden verstärken. partei und ihrem erstaunlichen Anfangsund Polen so lange hinziehen. Audi das erfolg zu befassen, einem Anfangserfolg, Problem des deutschen Reparationsvon dem manche fürchten, er könnte schädengesetzes stellte er zur Diskussion. sich zu einer solchen Lawine auswachsen Abg. Machunze bezeichnete es als zweckwie in der Weimarer Republik die NSDAP. mäfjig, wenn das Aufjenminsterium auf Zweifellos hat man es mit einer politidie Zeitungsberichte über einen Erfolg der Jährlich 76 Millionen Schilling — Ueber 4000 Pensionsparteien schen Radikalisierung in der Bundesrepujüngsten Vermögensverhandlungen mit 76 Millionen Schilling ist für das Jahr t967 lichen Eingang von 73,906 Millionen Schilling blik zu tun. Sie erscheint deswegen verder CSSR einginge. Konkret erkundigte derMitBeitrag der Bundesrepublik Deutschland zur auf, in den vorangegangenen Jahren wurden blüffend, weil jener Urgrund, der nach er sich danach, ob die tschechoslowaki- Versorgung bestimmter Gruppen von Heimatver- folgende Beitragsleistungen erzielt: dem ersten Weltkrieg die politische Radischen Unterhändler bei den letzten Ge- triebenen auf Grund des Bonner Regierungsabkalisierung gefördert und zum Erfolg ge1964 111,8 Mio. führt hat, heute fehlt: der Mangel an sprächen davon abgegangen sind, von kommens veranschlagt. Die BRD hat sich bezu einem jährlichen fixen Beitrag von 1963 36,2 Mio. Arbeit und Brot. Die BRD hat keine sechs Oesterreich eine Verzichterklärung auf die kanntlich höchstens 5,6 Millionen DM verpflichtet, leistet Millionen Arbeitslose wie die Weimarer Ansprüche der Neuösterreicher zu fordern. aber darüber hinaus nach Feststellung des Ge1962 150,7 Mio. Republik, im Gegenteil, sie muß rund eine samtjahresaufwandes einen weiteren Beitrag, der 1961 44,9 Mio. Million fremdländische Arbeiter heranjeweils im Verhandlungsweg festgesetzt wird. In Änderung des § 230 1960 114,0 Mio. ziehen. Jedermann verdient, die Löhne früheren Jahren ist im österreichischen BundesIm Hinblick auf die widersprüchliche haushaltsplan jeweils nur der Gegenwert des sind gut, der Lebensstandard kann — mit 1959 33,6 Mio. Auslegung des Auswanderungsbegriffes Fixbetrages eingesetzt worden, nunmehr aber hat den zwanziger Jahren verglichen — als Im Jahresdurchschnitt der Jahre 1959 bis 1964 luxuriös bezeichnet werden. im deutschen Lastenausgleichsgesetz ist man sich schon auf den Betrag von 76 Millionen wurden also 81,8 Millionen Schilling zugeschoszu melden, dai} die 19. Novelle zum LAG Schilling eingespielt. sen. Es kann also nicht die Unzufriedenheit Der Rechnungsabschluß 1965 weist den tafsächeine Neufassung vorsieht. Es soll nunmehr Welchen Aufwand die Versorgung von soge- mit den Lebensverhältnissen sein, die der nannten Gmundner (oder Bonner) Pensionisten NPD und ihren radikalen Tönen ein beerforderte, geht aus den Zahlen des Bundesvoranschlages nicht hervor. Sie lassen sich nur aus achtenswertes Gehör verschafft haben. folgenden Zahlen erschließen: die Gmundner Nun entsteht aber Radikalismus erfahPensionisten sind in der Tabelle, die insgesamt rungsgemäß immer aus Not, den einzigen 78.290 Pensionisten aufzählt, als „sonstige Be- Fall ausgenommen, da er aus dem Ueberdienstete" angeführt. Am Jahresende 1965 gab mut des Überflusses hervorbricht, aber Dennoch gibt der Bund noch Ober 30 Millionen Schilling für Lager aus — es 11.506 solche „sonstige Bedienstete", zu denen solcher Übermut wird nie MassenbeweNoch 980 Lagerinsassen auch die Pensionisten und Provisionisten der Ta- gung. Was ist es also für eine Not, die bak-Werke A. G. gehören. Rechnet man die 5705 Noch im Jahre 1955 sahen in 66 Bundeslagern det werden, die man nun Asylwerber nennt. Für Provisionisten, das sind ehemalige Arbeiter der plötzlich zu politischem Radikalismus 40.500 Vertriebene und Flüchtlinge, davon 1967 erwartet man sich einen verstärkten Zustrom Tabakwerke ab, so bleiben 5705 Pensionspar- führt? 70 Prozent, nämlich 28.100 Volksdeutsche. Im an Asylwerbern, daher Kosten von 30,8 Millio- teien, von denen ein Teil ehemalige Angestellte Wir haben vor Wochen an dieser Stelle der Tabakwerke sind. Die Zahl der Gmundner Jahre 1956 strömten Zehntausende von ungari- nen. Pensionisten dürfte also zwischen 4000 und 5000 geschrieben: Erhards Ende — Deutschschen Flüchtlingen zu, von denen im Jahre 1957 Der Bund hat bekanntlich zwei Dauereinrich- liegen. Für das Jahr 1967 wird ein Sinken der lands Wende. An unsere damaligen Übernoch 10.000 in den Lagern sahen. Außerdem gab es zur damaligen Zeit noch rund 5000 Neuflücht- tungen für Flüchtlinge geschaffen: die Pflege- Pensionsparteien um 150 und ein Steigen der Be- legungen können wir uns erinnern, wenn anstalt für chronisch Kranke in Thalham und das zieher außerordentlicher Versorgungsgenüsse um wir das Phänomen des Erfolges der NPD linge in fünf Lagern. Fürsorgeheim in Kreuzen, beide in Oberöster- 90 vorausgesehen. durchleuchten wollen. Die deutsche Not Binnen einem Jahrzehnt ist das Lagerräu- reich. Der Belag sinkt von Jahr zu Jahr. Betrug von heute nennt sich politische Stagnation. mungsprogramm mit dem Erfolg durchgeführt er im Jahre 1960 noch 735, so ist er bis 1966 worden, dafj es nur mehr zwei vom Bund unter- auf 160 gesunken. Das Innenministerium denkt Vorsprache bei NR Dr. Pittermann 21 Jahre nach Kriegsende sehen die Deuthaltene Lager gibt, die aber für Neuflüchtlinge daher schon lange daran, das Fürsorgeheim Vertreter der VLOe sprachen unter Führung schen, die sich in einer wunderbaren Art und Asylwerber reserviert sind. Sahen im Jahre Kreuzen und die Pflegeanstalt Thalham dem von Major a. D. Michel und Direktor Reimann emporgerappelt haben, daß sich plötzlich 1956 noch in 64 Lagern 35.000 Flüchtlinge, dar- Lande Oberösterreich anzuhängen. Dieses Land beim Vorsitzenden der SPOe, NR. Dr. Pitter- nichts mehr rührt. Es kommt keine Wieunter 22.600 Volksdeutsche und 6800 Neuösterrei- will aber die Anstalten, obwohl sie mit groben mann, vor und ersuchten, daß sich auch die dervereinigung der beiden deutschen cher (fast ausschließlich ebenfalls Volksdeutsche Kosten ausgebaut und eingerichtet worden sind, Heimatvertriebene), so gibt es derzeit nur mehr nicht einmal geschenkt. Für diese beiden Flücht- SPOe für die Anliegen der Heimatvertriebe- Staaten zustande, es nähert sich keine nen einsetzen möge. Major Michel verwies be- Entscheidung über das Schicksal der Gezwei Lager mit rund 980 Insassen. lingsanstalten beträgt der Jahresaufwand näm- sonders auf die drohende Ausschaltung aus biete östlich von Oder und Neiße, es wird Die Betreuung der Umsiedler, Heimatvertriebe- lich im Jahre 1967 netto S 6,5 Millionen. dem deutschen Reparationsschädengesetz, In- über das Münchner Abkommen vage nen und Altflüchtlinge hatte im Jahre 1956 den genieur Reimann auf die Möglichkeit, einen Bund mit 102,5 Millionen Schilling belastet. Im Österreich leistet im Rahmen der Flüchtlings- weiteren Beitrag der BRD auf Grund des herumgeredet. Seit die Amerikaner und Jahre 1958 war diese Summe schon auf 60 Mil- hilfe der Vereinten Nationen einen Beitrag zu Kreuznacher Abkommens zu erhalten. Doktor die Russen den kalten Krieg beendet halionen gefallen, doch kamen 43,2 Millionen für dem Programm des Flüchflingshochkommissärs in Schembera erläuterte die Härten dieses Ab- ben, herrscht über Deutschland eine Luft, Neuflüchtlinge und 118 Millionen für ungarische der Höhe von S 780.000.— und für die ICEM kommens und beklagte den Widerstand der in der nichts Gutes zu liegen scheint. Man Flüchtlinge hinzu. Im Jahre 1966 ist der Gesamt- das zwischenstaatliche Komifee für europäische österreichischen Beamtenschaft gegen Gewäh- pflegt in zunehmendem Maße den Handel aufwand auf 28,1 Millionen gefallen. Dabei sind Auswanderung S 598.000.—. Der Flüchtlingsfonds rung einer Ausgleichszulage. Dr. Pittermann mit den Ostblockstaaten, man reist in die Volksdeutschen als Belastung für den Bund der Vereinten Nationen wird mit einem Betrag versprach, an seine Parteifreunde in der BRD großen Massen in das kommunistische Juvollkommen weggefallen, die Beträge müssen von S 2,7 Millionen über die österreichische Ver- zu schreiben und ersuchte um ein Memorangoslawien, an das kommunistisch benun nur mehr noch für Neuflüchtlinge aufgewen- waltung abgewickelt. dum. Öffnung der Creme bei Hohenfurt? Bonns Beitrag zu den Pensionen Die Lager sind leer geworden H E I M A T herrschte Schwarze Meer, in die Tschechoslowakei und (in bescheidenerem Maße) nach Polen und Ungarn — in lauter Staaten, mit denen man heiße politische Probleme auszutragen hätte. Man trägt sie aber nicht aus, man drückt sich nur um sie herum. Schulbeispiel ist die Haltung der offiziellen deutschen Politik zum Münchner Abkommen, mit dem man den Zaubertrick versucht, es zwar im Inneren des Zylinders als unversehrt zu zeigen, wenn man aber den Zylinder umdreht, in Fetzen zerschnippelt. Man sagt, wenn man von den Sudetendeutschen gestellt wird: selbstverständlich erklären wir das Abkommen nicht für ungültig — wenn man aber von den Tschechen und ihren Helfern gefragt wird, zeigt man es ihnen als von Hitler zerrissen. Wenn laue Föhnluft über die Alpen in unser Land herüberstreicht, dann werden manche Menschen nervös. Dann halten sie es nicht mehr aus, da müssen sie förmlich explodieren. Der Erfolg der NPD in der Bundesrepublik ist die Reaktion auf die träge Luft der deutschen Außenpolitik. Es wäre falsch, über einen zweiten Grund des Zulaufs zur NPD hinwegzusehen: dem Überdruß über die deutsche Vergangenheitsbewältigung. Dem deutschen Volk ist gewiß so viel Gerechtigkeitsgefühl zuzutrauen, daß es die Verbrechen verabscheut und verurteilt, die in seinem Namen begangen worden sind. Hat man aber — von Anfang an — dem deutschen Volk die Selbstreinigung überlassen? Das war nicht der Fall. Und ebensowenig war es der Fall, daß diejenigen, die anklagten, sich auch ihrer eigenen Sünden schämten. Es ist eine schlechte Büßerhaltung, an die Brust des anderen zu klopfen, statt an die eigene. Während man von Deutschland verlangte, daß es mit der Verfolgung von Verbrechern gegen die Menschlichkeit nicht aufhöre, hat man in den Anklägerländern mit dieser Verfolgung eigener, gleich grausamer Verbrechern noch nicht einmal begonnen. Wenn knapp vor dem bayrischen Wahltag die Meldung durchkam, israelische Krieger seien stolz von einer Strafexpedition nach Jordanien zurückgekehrt, nachdem sie ein Dorf, weil es jordanischen Grenzverletzern Unterkunft gegeben hätte, evakuiert und sämtliche Häuser dem Erdboden gleichgemacht hatten, so mußte man sich fragen: ist dieses „Lidice" weniger ein Schândflêcfir,-^weif es von 'Israelis; ausgeräuchert worden ist? GIP.*" U N D V E R T R I E B E N E N - P O L I T I K SPD gibt München-Abkommen preis Wenn Staatszugehörigkeif und Vermögensfrage geklärt sind Die Sozialdemokratische Partei Deutschland hat der Oeffentlichkeit ein Achtpunkteprogramm übergeben, das sie sich für ihre künftige Arbeit, falls sie zur Regierung gelangen sollte, gestellt hat. Der dritte Punkt tritt für die Normalisierung des Verhältnisses zu den östlichen Nachbarn und für die Versöhnung mit ihnen ein. Das SPD-Regierungsprogramm tritt für volle diplomatische Beziehungen zu allen Staaten Osteuropas ein, die dafür keine unannehmbaren Bedingungen stellen. Eine sozialdemokratische Bundesregierung wäre bereit, so ist aus dem Programm zu entnehmen, das Münchner Abkommen als rechtsunwirksam zu erklären, wenn die Rechtsfragen hinsichtlich von Staatsangehörigkeit und Vermögensansprüchen, die durch dieses Abkommen und die Vertreibung entstanden sind, für die Sudetendeutschen in der Bundesrepublik befriedigend geregelt werden. Ausdrücklich wird erklärt, daß die Bundesrepublik keinerlei Gebietsansprüche gegen die CSSR erhebt. Rechtlich verbindliche Gewaltverzichtserklärungen sollten mit Osteuropa ausgetauscht werden. Der Handelsaustausch mit den osteuropäischen Staaten soll erweitert, Einfuhren aus Osteuropa sollen im Rahmen der EWG erleichtert werden. Die Bundesregierung müsse Grundzüge einer friedensvertraglichen Regelung vorbereiten, mit ihren Verbündeten besprechen und in Uebereinstimmung mit diesen mit der Sowjetunion und den osteuropäischen Staaten erörtern, um eine Lösung der deutschen Frage vorzubereiten. Gegenüber den Ost-Berliner Machthabern müsse Klarheit über den inneren Handlungsspielraum geschaffen werden. Die Bundesregierung müsse sich davon leiten lassen, den Menschen im geteilten Land das Leben zu erleichtern, die nationale Substanz zu erhalten und jeden nur möglichen Ansatz zur Ueberwindung der Teilung zu schaffen. Die Bundesregierung sollte ein Amt für innerdeutsche Regelung schaffen, das die Planung und Koordinierung aller technsichen, wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen vornimmt. Die Bundesregierung sollte zunächst Regelungen für einen verbesserten Reiseverkehr in Deutschland, Nachbarschaftsverkehr an der Zonengrenze und innerhalb Berlins, den Austausch von Zeitungen und Zeitschriften, verstärkte Begegnungen auf den Gebieten von Wissenschaft, Kultur und Sport erstreben. Es wird an eine ständige innerdeutsche Handelskommission gedacht. Kontakte und Verhand- lungen zwischen den Behörden in beiden Teilen Deutschlands seien nicht gleichbedeutend mit völkerrechtlicher Anerkennung. Im Zusammenhang mit diesem sozialdemokratischen Programm sind die Zusammenkünfte interessant, die der Parteivorsitzende Willy Brandt mit dem russischen Botschafter bei der DDR, Abrassimow, schon mehrmals hatte. In der letzten Zeit hat ein fünfstündiger Besuch des Botschafters bei Brandt in Westberlin großes Aufsehen erregt. Das Echo auf das Achtpunkteprogramm hat die SPD veranlaßt, mit der Erklärung nachzustoßen, daß das Programm keinerlei Aenderung der bisherigen sozialdemokratischen Politik im Hinblick auf die Vertretung des Selbstbestimmungsrechts für die Sudetendeutschen bedeute. „Eine Erklärung über die Rechtsunwirksamkeit des Münchner Abkommens kann erst dann Zustandekommen, wenn zuvor die Staatsangehörigkeits- und Vermögensansprüche, die durch das Abkommen und die Vertreibung entstanden sind, für die Sudetendeutschen befriedigend geregelt sind. Dabei muß auch über das Selbstbestimmungsrecht der Sudetendeutschen und die Formen seiner Verwirklichung gesprochen werden. Die SPD betont noch einmal, daß keine Festlegung in der Ostpolitik hinter dem Rücken der Vertriebenen getroffen werden darf." Tchechen fürchten Dokumente Unter dem Titel „Die Wahrheit über München" bereitete die tschechoslowakische Gesellschaft für moderne Geschichte eine Dokumentarausstellung vor, die in einigen Städten veranstaltet werden sollte, darunter in München selbst, Wien, London und Paris. Von der Veranstaltung dieser Ausstellung hat man nach verschiedenen Anzeichen in Prag vorerst abgesehen, die Gründe dafür sind nicht bekannt. In nichtkommunistischen Kreisen in Prag begründet man dies mit der Befürchtung, daß im Westen andere Dokumente existieren, die beispielsweise im Material aus Stresivic enthalten waren, das nach Beendigung des Krieges nach dem Westen weggebracht wurde. Außerdem wird das Zurückhalten der Aktion mit dem Bestreben tschechoslowakischer wissenschaftlicher und politischer Stellen nach Kontakten zu Westdeutschen Wissenschaftlern begründet, mit denen man gemeinsame Gespräche in Wien führen will. Ob es sich um eine Fortsetzung der Gespräche handeln soll, die kürzlich erst in Wien stattfanden oder um Sitzungen mit anderen Aspekten, ist vorerst nicht bekannt. London versprach der CSR Grenzen von 1937 Wenzel Jaksch + Eine Todesnachricht erschüttert die Reihen der sudetendeutschen Landsleute in Deutschland und Oesterreich: am Sonntag, dem 27. November, ist Wenzel Jaksch bei einem Verkehrsunfall in seinem Wohnort Wiesbaden tödlich verunglückt. Eine der bedeutendsten Persönlichkeifen des Sudefendeutschfums, eine Persönlichkeit, die dem Selbstbestimmungskampf den stärksten Rückhalt gab, eine Persönlichkeit, der auch die professionellen Gegner des Sudetendeutschtums ihre Achtung nicht versagen konnten, haben wir in Wenzel Jaksch verloren. Dieser Verlust ist wahrhaft unersetzbar. Der Lebensweg des Böhmerwäidlers, der sich zeitlebens tapfer gegen weichliche Strömungen seiner Zeit gestellt hat, ist zu seinem 70. Geburtstag am 24. September dieses Jahres beschrieben und gewürdigt worden. War Jaksch schon in jungen Jahren zur Führung der sudetendeutschen sozialdemokratischen Arbeiterschaft berufen worden, so machte die zweite Hälfte seines Lebens einen international anerkannten, wegen der Klarheit seiner Gesinnung und der Unanfechtbarkeit seiner Persönlichkeit einen gleichermaßen geachteten Politiker aus ihm. Schon in der Emigration in England, wohin er nach abenteuerlicher Flucht gekommen war, kämpfte er mit Aufopferung gegen dieAustreibungspläne der unter Benesch stehenden Londoner tschechischen Exilregierung. Wieder nach Deutschland zurückgekehrt, hat Jaksch neben Rudolf v. Lodgman am klarsten und entschiedensten dem Selbstbestimmungsrecht der sudetendeutschen Volksgruppe Ausdruck verliehen. Er war es auch, der in seinen Schriften Lösungsmöglichkeiten für die deutschtschechische Frage und überhaupt die deutsche Ostpolitik angab. Seine Landsleute wählten ihn zum Vorsitzenden der Bundesversammlung der Sudetendeutschen Landsmannschaft, die Gesamtheit der Vertriebenen in der BRD übertrug ihm das Präsidium ihres Verbandes. Unvergessen bleibt die Klarheit und gedankliche Scharfe seiner Ausführungen auf der Hauptkundgebung des Sudetendeutschen Tages in München 1966, in denen er die üble Rechnung zergliederte, mit der die Tschechen dem Unrecht der Vertreibung letztlich auch noch das Unrecht der völligen Enteignung hinzufügen wollen. Gerne ist Wenzel Jaksch bei seinen Landsleuten in Oesterreich erschienen, und er hafte ihnen viele gute, aufrichtende Worte zu sagen. In ihren sozialrechtlichen Begehren verlieren die Sudetendeutschen in Oesterreich in Wenzel Jaksch einen getreuen und verständnisvollen Mitkämpfer. Die Trauernachricht wirft einen schweren Schatten auf die Arbeiten der Landsmannschaft. Wir frauern um einen Politiker, der die Politik immer als Dienst am Volk, niemals als üllung ,;eigener Wünsche betrachtet, und geübt hat! Aber erst im Friedens verfrag — Bis dahin nur Verwaltung durch die Tschechen Ehrende Berufung Dr. Veiters Wir haben mit großem Interesse die Nadirich t erhalten, daß der weit über die Grenzen Österreichs bekannte und angesehene Rechtsanwalt Dr. Theodor Veiter zum Honorarprofessor für Völkerrecht und Gesellschaftslehre an der phil.-theol. Hochschule in Königstein/Taunus berufen wurde, die sich speziell mit Vertriebenen- und Sudetenfragen beschäftigt. Trotz seines geschwächten Gesundheitszustandes hat Herr Dr. Theodor Veiter seine Antrittsvorlesung bereits gehalten. Im wesentlichen werden sich seine Vorträge mit Flüchtlingsrecht, mit der Rechtsstellung der Sudetendeutschen und mit Nationalitätenrecht unter. dem Gesichtspunkt des katholischen Naturrechts befassen. Herr Dr. Theodor Veiter ist bekanntlich auch der Obmann des SLÖ-Rechtsschutzverbandes der Gmundner Pensionisten und hat für diesen nur mehr kleinen, überalterten Fersonenkreis viele wertvolle Unterstützungsarbeit geleistet. Dr. Nahm bleibt im Amt Staatssekretär Dr. Peter-Paul Nahm, der am 22. November seinen 65. Geburtstag gefeiert hat, wird vorerst trotz Erreichung der Altersgrenze für ein weiteres Jahr seine Amtsgeschäfte fortführen. Von den Vertriebenen und Flüchtlingen ist dieser Entschluß Dr. Nahms dankbar begrüßt worden, da man in ihm einen Garanten für die kontinuierliche Weiterführung der Eingliederungsbeühungen sieht. Petrinas Alptraum Eine Bereicherung der Runde der Auslandsjournalisten, die im österreichischen Fernsehen von Zeit zu Zeit diskutieren, war der Neuling V. Petrina, Vertreter des „Rude Pravo", gerade nicht. Hält man ihm auch zugute, daß er der deutschen Sprache nicht sehr mächtig war, so hätte man doch einen größeren politischen Vokabelschatz von ihm erwarten können. Petrina hatte nämlich nichts beizusteuern als das „Münchner Abkommen". So oft er den Mund aufmachte, klapperte nichts als das Münchner Abkommen heraus. Dennoch hatte Herr Petrina Erfolg. Er verlockte den deutschen Journalisten von Wechmann zu der Feststellung: „Wenn Herr Strauß sagt, er trete für die Gültigkeit des Münchner Abkommens ein, so kann ich das nur bedauern." Man sieht, die kommunistische Argumentation kann noch so stupid sein, es wird immer einen Deutschen geben, der darauf hineinfällt. U. Jahrgang/Folge 23 V«m 2. Dezember IMS Der ehemalige tschechoslowakische Botschafter in Moskau, Zdenek Fierlinger, der nach 1945 tschechoslowakischer Ministerpräsident war und auch heute noch im Präsidium der Nationalversammlung und der KPC sitzt, berichtet in seinen Memoiren über eine Konferenz, die am 21. März 1945 zwischen Benesch und Molotow im Kreml stattfand. In dieser Konferenz erklärte Benesch, daß er vor seiner Abreise die Briten bat, ihren Standpunkt zu den tschechoslowakischen Grenzen schriftlich zu formulieren. Die Briten erklärten schriftlich, daß sie die Vormünchner Grenzen „im Prinzip" anerkennen und zustimmen werden, daß zum Zeitpunkt der Kapitulation das Sudetengebiet der Verwaltung der tschechoslowakischen Organe anver- Südtirol braucht uns! Unserer heutigen Ausgabe liegt ein Erlagschein zur Bücher- und Weihnachtssammlung für Südtirol bei. Möge sich jeder Empfänger bewufjt sein, wie sehr die Südtiroler gerade jetzt, wo der Entscheid über ihre ausreichende Selbstverwaltung bevorsteht, auf unsere tatkräftige Verbundenheit und Hilfsbereitschaft angewiesen sind, sowohl materiell wie seelisch. Niemals sollen sie, dfe in vier bitteren Jahrzehnten soviel Volkstreue bekundet haben, an unserer gleichen Treue zu zweifeln haben. Das bekunde jeder durch ein Scherflein der Opferwilligkeit und gebe den Erlagschein mit einer Treuegabe zur Post. Im Namen der Südtiroler dankt die ÖSTERREICHISCHE LANDSMANNSCHAFT Wir machen unsere Bezieher darauf aufmerksam, daff dieser Erlagschein nicht zur Einzahlung der Bezugsgebühr für die „Sudetenpost" verwendet werden kann. Verwaltung der „SUDETENPOST" traut wird. „Die endgültige Anerkennung dieser Grenzen wird die Tschechoslowakei bei der Unterzeichnung eines Vertrages auf einer Friedenskonferenz erhalten." Das Vorhandensein dieses Dokuments, das die tschechoslowakischen Grenzen den polnischen Westgrenzen insofern gleichgestellt, als beide erst in einem Friedensvertrag mit Deutschland definitiv festgelegt werden können, erklärt die hartnäckige tschechoslowakische Forderung auf Annullierung des Münchner Vertrags durch die Bundesregierung in Bonn. Die Landesversammlung der Landesgruppe Bayern der Sudetendeutschen Landsmannschaft hat dies zum Anlaß genommen, um folgende Entschließung über den Bundesverband der Sudetendeutschen Landsmannschaft an die Adresse der Bundesregierung zu richten: „In Anbetracht der Tatsache, daß die britische Regierung der tschechoslowakischen Regierung noch im März 1945 in einer schriftlichen Stellungnahme bekanntgegeben hat, daß die endgültige Anerkennung der tschechoslowakischen Grenzen gegenüber Deutschland erst mit der Unterzeichnung eines Vertrages auf einer Friedenskonferenz wirksam werden kann, und in Anbetracht der Tatsache, daß die Tschechoslowakei die Rückübertragung der Sudetengebiete nach der deutschen Kapitulation durch die Alliierten mißbraucht hat, indem sie sich der dort rechtmäßig ansässigen Bewohner durch Vertreibung und entschädigungslose Enteignung entledigte, fordert die Landesversammlung Bayern der Sudetendeutschen Landsmannschaft die Bundesregierung auf, bei allen künftigen Verhandlungen mit der Tschechoslowakischen Sozialistischen Republik dem klaren Rechtsstandpunkt Rechnung zu tragen, daß die deutsch-tschechoslowakische Grenze erst in einem Friedensvertrag festgelegt werden kann und daß die Wiedergutmachung des Vertreibungsunrechts Teil dieser Verhandlung sein muß. Die Landesversammlung erklärt dabei ausdrücklich, daß sie sich keiner Normalisierung der Beziehungen zur Tschechoslowakei widersetzen wird, solange dieser Rechtsstandpunkt nicht verletzt wird, und daß sie bereit ist, jeden gerechten und vernünftigen Ausgleich zwischen dem deutschen und dem tschechischen Volk im Rahmen eines umfassenden europäischen Ausgleichs mit dem Osten insgesamt gutzuheißen und zu fördern. München, den 15. Oktober 1966." 20 Sudetendeutsche im Münchner Landtag Im neuen Landtag in Bayern, wo der Bevölkerungsanteil der Vertriebenen rund neun Prozent beträgt, werden die Vertriebenen nur noch mit 23 Abgeordneten und damit mit 11,2 Prozent aller Abgeordnetensitze vertreten sein. In den Reihen der 110 CSU-Abgeordneten befinden sich 6, unter den 97 SPD-Abgeordneten 12 und unter den 15 NPD-Abgeordneten 5 Vertriebene. Unter den Abgeordneten sind folgende Sudetendeutsche: CSU: Dr. Friedrich Arnold (Amberg), Franz Gaksch (Donauwörth), Justin Leicht (Fürth), Willi Lücke (München), Gerhard Wacher (Konradsreuth) und Richard Wagner (Regensburg). Der bayrische Arbeitsminister Hans Schütz hatte aus Altersgründen nicht mehr kandidiert, Doktor Karl Schubert, der viele Jahre dem Bayerischen Landtag angehört hat, ist nicht wiedergewählt worden. SPD: Volkmar Gabert, Walter Galuschka, Dr. Willi Reiland, Ferdinand Drechsler, Rudolf Eberle, Hermann Ospald, Adolf Härtl, Ferdinand Mauler und Dr. Al- fons Bayerl. NPD: Walter Brandner (Söcking), Walter Bachmann (Regensburg), Karl Freitenhansl (Münch-Steinach), Helmut Heinze (Gersthofen) und Hermann Simm (Neugablonz). Noch immer deutsche Flüchtlinge Im Durchgangslager Friedland sind in jüngster Zeit Bauern aus Ostpreußen eingetroffen, die mit Pferden, Kühen, Schweinen und Hühnern aussiedeln durften. So brachte ein ostpreußischer Bauer in zwei Waggons zwei Pferde, vier Kühe, vier Schweine, fünf Schafe, drei Truthennen, zehn Enten und 20 Hühner mit. Einem anderen Bauern aus Ostpreußen wurde erlaubt, zwei Arbeitspferde und einen gummibereiften Kastenwagen sowie je 20 Zentner Kartoffeln, Getreide, Schrot und Mehl sowie zwei Zentner Zucker mitzunehmen. Zugrunde liegt eine Verordnung des pohlischen Ministeriums für Außenhandel vom Oktober 1965, der zufolge die sogenannten Umsiedler für bestimmte Objekte von der Zollpflicht und der Ein- und Ausfuhrbeschränkung befreit sind. — In erfreulicher Weise ist die Zahl der Aussiedler aus Ostpreußen in den letzten Wochen um 15 Prozent gestiegen. Aus der etwas großzügiger gehandhabten Aussiedlung darf geschlossen werden, „daß die polnische Regierung beabsichtigt, den noch freien landwirtschaftlichen Besitz zu kollektivieren". Bekanntlich fällt der den deutschen Landwirten gehörende Grund und Boden bei der Aussiedlung in die Bundesrepublik automatisch dem polnischen Staat zu. Lockungen für Deutsche In den kleinen Gebirgsorten im Erzgebirge, wo oft zwanzig bis dreißig Prozent der Bevölkerung Deutsche sind, haben sich jetzt manche zur Auswanderung in die Bundesrepublik entschlossen. Man bemüht sich nun sehr, diese zu halten, richtet deutsche Sprachkurse für Schüler ein und bemüht sich, in den Läden und Gaststätten die deutschen Bürger in ihrer Muttersprache zu bedienen. Ja, man will sogar den Deutschen wieder Platz in der Gemeindeführung geben. Denn die Abwanderung der Deutschen schafft schwere Probleme auf dem Arbeitsmarkt. Man braucht Arbeiter in den Eisenerzgruben, die dauernd vergrößert werden. Frauen würde man beispielsweise in der Zwirnerei in Schmiedeberg und im dortigen Elektrogerätewerk brauchen, wo Bakelitzubehör gepreßt wird. Die Zwirnerei erzeugt jetzt 440 Tonnen im Jahr, die Menge soll sich verdoppeln. Romanischer Fund in Elbogen Im Nordflügel der Burg Elbogen entdeckten Mitarbeiter der Denkmalpflege Reste einer romanischen Rotunde. Sie fanden außerdem ein spätgotisches Portal und Reste eines Renaissance-Saales. Elbogen ist ein interessantes Beispiel verschiedener Stilrichtungen. Elbogen galt im 14. Jahrhundert als die festeste Burg Mitteleuropas. M E L D U N G E N A U S D E R A L T E N H E I M A T Angriff gegen das Ausbeuter-System Gewerkschaft soll wieder Arbeiferinteressen vertreten — Merkwürdige Eingeständnisse vor dem Gewerkschaftskongreß Der Vatikan winkt a b Auf einer Konferenz der „Friedenspriester" sagte Gesundheitsminister Dr. Plojhar, der katholische Klerus würde es begrüßen, wenn Verhandlungen zwischen der tschechoslowakischen Regierung und dem Vatikan eingeleitet würden. Die Antwort aus dem Vatikan ließ nicht auf sich warten. Vatikanische Kreise ließen laut werden, daß der Vatikan das Angebot nur ablehnen könne, weil der Prager Vorschlag von der Kirche Kompromisse verlange und die Regierung über die Bischöfe eine Kontrolle ausüben wolle, die der Vatikan sanktionieren solle. Plojhar hatte nämlich verlangt, daß Rom der Ernennung von Bischofskandidaten zustimmen solle, die das Vertrauen des Staates genössen. Der tschechische Gewerkschaftskongreß nen: „Es wird jedoch nicht leicht sein, diese sicher — wie die Sätze der „Volkszeitung" ersteht bevor. Er soll eine Umwälzung in der Fragen zu lösen, weil sich manchmal das kennen lassen — nicht wenig, unter HintanRichtung bringen, daß die Gewerkschaft von persönliche Interesse der Arbeiter, so viel als setzung seiner Gesundheit, geschuftet hat, ist einem Lenkungsorgan wieder zu der ur-möglich — auch auf Kosten der Gesundheit — dennoch bis jetzt auf keinen grünen Zweig gesprünglichen Aufgabe, nämlich der Vertretung zu verdienen, mit dem Interesse des Betriebes kommen. Das Gemauschel, das ihm seine der Arbeiterinteressen gegenüber dem Arbeit- deckt, der so wenig als möglich für die Ge- kommunistischen Führer bisher vorsetzten, geber, im kommunistischen Regime also sogar sundheit der Menschen aufwenden will." behagt ihm nicht mehr. Daher läßt man nungegen den Staat, zurückverwandelt wird. Der Gewerkschaftskongreß wird vom mehr in der Presse offene Worte zu. Nach „Es gab Zeiten, wo hinter großen Worten 31. Jänner bis 4. Februar 1967 stattfinden. Die dem Gewerkschaftskongreß werden die „Interüber die Massen der Werktätigen der Einzel- Töne, die ihm in der „Volkszeitung" voraus- essen der Gesellschaft" schon wieder die Ubermensch wie eine Stecknadel im Heuhaufen geschickt werden, lassen auf eine tiefgehende hand gewinnen! verloren schien", so schreibt überaus offen- Unzufriedenheit der Arbeiter schließen. Sie Es ist jedenfalls ein Witz, daß in einem soherzig, in einem im kommunistischen Regime ist nicht verwunderlich. Der Arbeiter in der zialistischen Staat nach 18 Jahren der kombisher kaum gehörten Ton das Gewerkschafts- CSSR sieht, wie in allen Staaten des Westens munistischen Herrschaft die Gewerkschaften Was ist die Krone wirklich wert? organ für die Deutschen in der CSSR, die der Arbeiter einen Lebensstandard erreicht •wieder an ihre ursprünglichen Aufgaben, die „Volkszeitung". Und die Zeitung hat noch mehr hat, den sich vor dem Krieg niemand hat Vertretung der Klasseninteressen, gemahnt Weil sie einsehen, daß sie mit ihren künstderartige Feststellungen auf Lager. „Seine träumen lassen. Der tschechische Arbeiter, der werden müssen. lichen Kursen auf dem Weltmarkt nicht anSorgen (die des einzelnen) und täglichen Bekommen können, haben die Tschechen einen dürfnisse wurden manchmal durch die InterTrick eingeführt: Zu den offiziellen Kursen essen der Gesellschaft in den Schatten gestellt." Neues tschechisches Lied: rechnet die Staatsbank bei westlichen WähDadurch sei die Auffassung über die Gewerkrungen einen Zuschlag von 125 Prozent und schaft verkümmert, deren Hauptaufgabe in eine Verwaltungsgebühr, die wiederum der Verteidigung der Interessen der Werktäti125 Prozent aus der Summe zwischen Kursgen bestünde. wert und Zuschlag beträgt. Die Lebensfrage sei die Sicherung der maWährend der offizielle Kurs für 100 SchilEs wird getrunken und gestohlen und es ist schmutzig überall teriellen Interessen der Werktätigen. Die ling österreichischer Währung 28,50 Kronen „Volkszeitung" gesteht, daß diesen zu wenig beträgt, müssen nach dem tatsächlichen Kurs Unter schildert Vladimir Dieben geworden ist. Man stiehlt Eck- und aber 143 Kronen bezahlt werden. UmgerechAufmerksamkeit gewidmet worden ist. Auch , .dieser Überschrift . . Prellsteine von den Straßen, Balken, ja so- net heißt das: der offizielle Kurs der tschedie Rolle des persönlichen Verbrauches habe Stëdry in den in München erscheinenden man unterschätzt. Die Gewerkschaften sollten Ceské Listy die derzeitigen Verhältnisse in gar Zahnstocher, Löffel und Suppenschüsseln chischen Krone beträgt 3,50, der tatsächliche aber doch dafür eintreten, daß der persönliche der CSSR. Er knüpft an das volkstümliche in den Bahnhofrestaurationen. aber 70 Groschen. In den sozialistischen Staaten gehört eben Verbrauch ständig wächst. Offen fordert die tschechische Lied an „Wie es wohl heute daUnd annähernd um diesen Betrag bekommt heim ist" von der gefeierten tschechischen Soallen alles und daher hat niemand etwas. man die Tschechenkrone denn auch in öster* „Volkszeitung" die Erhöhung der Einkommen. listin am Prager Nationaltheater Sona CerveFranëk ist als überzeugter Kommunist be- reichischen Geldinstituten. Dabei soll jenen Seiten des Lebensstandards größere Aufmerksamkeit geschenkt werden, na, jetzt in den USA. Dieses Lied wird von m u h t , das Prinzip des Kommunismus wissenZur Unterbindung des Schwarzhandels mit die das Wachstum der Produktivkräfte be- den in der Emigration lebenden Tschechen schaftlich zu erklären. Er schreibt von der fremder Valuta wurde die Tuzex-Krone ein:j j j Anonymität der Beziehungen. Wenn ein ' gerne gesungen. Er sagt dann: „Nein, bei uns * -'-± — *•»—-•-» •*"— geführt, die nur in Tuzex-Läden angenomgünstigen. daheim ist es nicht mehr gut. Es wird getrun- Mensch einen Menschen beraubt, gehört dazu men wird. Der Unterschied im Wert der Vom neuen Leitungssystem in der Wirt- ken, gestohlen, viel gestohlen, viel getrunken gutes Stück Gefühllosigkeit, aber irgend e m Krone ist etwa 1 :5. schaft befürchtet die Zeitung, daß es neben auch das, was fest einen öffentlichen Betrieb, ein Geschäft mit positiven Seiten, die meistens hervorge- und noch mehr gestohlen, x. ~ Selbstbedienung und schließlich und endlich kehrt würden,, auch Begleiterscheinungen ha- verankert Der vorweihnachtliche Markt genüge aufist, dasundjschmutzig „Rude Pravo", sozusagen das den eigenen Staat zu bestehlen, all dies verj h '' ben kann, die den Leuten unangenehm wer- amtliche ~Blatt des~ kommunistischen Regimes ursacht keine Hemmungen. Im Sozialismus Der diesjährige Weihnachtsmarkt in der den. Hier müsse die Gewerkschaft Hüter und in Prag, zur Erhärtung dieser Behauptung zu sind nota bene weitaus mehr gemeinsame und Tschechoslowakei wird allem Anschein nach Verteidiger der gerechten Interessen der Ar- verweisen. In der Nummer vom 13. August allen gehörende Werte. Und Franëk hebt den reichhaltiger sein als in den Jahren bisher. beiter Als die Beispiele solcher BegleiterscheiFinger: „Im Sozialismus existiert das soziali- Vor allem wird die Obstversorgung wesentnungensein. führt „Volkszeitung" an, daß in war zu lesen: „Im abgelaufenen Jahr haben sich die Rei- stische Gewissen." vielen Betrieben die Wirtschaftsfunktionäre lich besser sein, allerdings macht sich eine die Betriebsverköstigung abschaffen wollen, senden auf der Ostbahn 1176 elektrische Vorher veröffentlichte dieser Franëk im Teuerung um drei bis sieben Prozent bemerkSchalter, 195 Glühbirnen, 11.681 Glühlampen, weil sie unrentabel sei. In anderen Betrie„Rude Pravo" einen Artikel über „Diebe und bar. Auch die Auswahl bei Textilien ist reichben wolle die Leitung aus Sparsamkeit die 755 große und 1670 kleine Lampenschirme, Ertappte", dem wir entnehmen: Eines schönen haltiger, die Teuerung soll allerdings bis zu 2984 Vorhänge an den Fenstern, 470 KopfkisBetreuung des Urlaubsheims auf die GewerkTages wurde festgestellt, daß sich in dem vom zehn Prozent betragen. Es handelt sich dabei schaften abwälzen. Es wird von einem über- sen, 904 Fensterriemen, 257 Lautsprecher, „Volk" gesammelten Altmaterial Material be- um sogenannte Luxustextilien, die bisher nur 99 Löschgeräte und 602 Spiegel in den Klosettriebenen Streben nach maximalen Bruttoeinfür den Export oder für die TuzexverkaufsKm^enodeVGeVmñíael B e ^ e s ) Vespro- ten angeeignet. Schutzdecken gegen den Luftstellen hergestellt wurden. Eine Verbesserung chen, die das Arbeitsmilieu ungünstig beein- zug zug an a den Fenstern wurden im vergangenen g verspricht auch die Versorgung auf dem Lederso ^ n di T gruncuicn W i t r nicht nicht mehr mehr gegeben gegeben nach nach den den ErfahErfah- unsere Schuhwarensektor. Wie hier die Preise flussen. Winter rungen vom vorherigen Winter. Damals haben nielt, daß sie bei Nacht die Mauern und Um- und zäunungen der verstaatlichten Unternehmun- aussehen werden, läßt sich noch nicht vorausdie Reisenden und gewissenlose Angestellte Gefährdete Arbeitsplätze sagen. Ein ausreichender Vorrat an Kühlder Bahnen, die sich von den Reisenden beste- gen überkletterten und auf diese Weise ganze Waschmaschinen, Fernsehgeräten, chen ließet alle nicht niet- und nagelfesten Waggon Schnallen, Spangen, Haftel Schlösser schränken, mehren sich _ • .• ' ...•». • •.. i** r „n ' ^ Hdrnorn ans f a r h i o o m IviaTomil t^r~remiIÍTA Radioapparaten und dgL scheint vorhanden an .Buchern, aus Die Erfahrungen zeigten, daß die Arbeits« Inventargegenstände ¿«F .. . '•'•",. Werkzeuge tiller Ärt^ja Sogar eine Hälfte eines zu sein. bedingungen in neuen Betriebsstätteh manch-1 stöhlen." alten, verrosteten Tanks weggeschleppt haben. Diese Statistik kommentiert der Redakteur mal schlechter als in alten Betrieben seien. Sturmschäden am Tannwasser In den Sammelstellen für Altmaterialien Die Zahl der gefährdeten Arbeitsplätze nehme des „Rude Pravo" Georg Franëk und zitiert Ein Sturm, der am 4. November über Nordnicht ab, sie steige sogar. Von einem Raub- aus anderen Berichten die in der CSSR all- sind Leute, die die Diebe sogar dafür bezahböhmen raste, hat in den Isergebirgswäldern bau mit der Gesundheit der Arbeiter im sozia- gemein praktizierten Diebstähle und zieht den len, daß sie staatliche Betriebe plündern. Die „Oekonomische Revue" berichtet auf großen Schaden angerichtet. Im Waldlistischen Staat läßt folgender Satz etwas ah- Schluß, daß die CSSR eine Großmacht von Grund einer Umfrage, was unsere Leute in streifen am Tannwasser in der Gemeinde der CSSR darüber vom persönlichen Stand- Josefsthal blieb auf einem hektargroßen Gepunkt wie dem der ganzen Gemeinschaft als biet vom Badeteich bis zum Höllenstumpf am wenigsten angenehm erachten. Über die kein einziger Baum stehen. Der Schaden wird eingegangenen umfangreichen Antworten hier auf 6000 Raummeter geschätzt. Fünfzigkann hier nur auszugsweise berichtet werden. bis sechzigjährige Fichten knickten wie Es ist aber keineswegs schwierig, daraus die Streichhölzer. Kosten von 60 Millionen sollen durch Reklame aufgebracht werden Entwurzelte Bäume zerrissen skeptischen Schlußfolgerungen zu ziehen, wie die Hochspannungsleitungen, so daß die Glasz. B.: Helena Tattermusch, Solistin des Natiochende Vorkehrungen für diese Auswertung Die Erhaltung und Verschiebung der Brüxer hütten und das Sägewerk am nächsten Tag naltheaters in Prag, äußerte sich wie folgt: Dekanalkirche um 970 Meter westwärts ist der in ihrer Art einmaligen Aktion sind bereits Den höheren Lebensstandard kann man kei- stillstanden. endgültig beschlossen worden, das Unterneh- im Gange. neswegs nur nach den steigenden Zahlen der men kann jetzt in Angriff genommen werden. Neben der Verschiebung der Dekanalkirche Verkäufe von Autos, Kühlschränken, TeleviMorchenstern erneuerte sich Die Dekanalkirche, eines der bedeutendsten muß ein weiteres großes Objekt gemeistert soren, vielmehr danach feststellen, Baudenkmäler der Spätgotik in Böhmen, muß werden — die Schaffung eines breiten Tunnels wie ersondern In diesem Jahr sind in Morchenstern einige sich im Wachsen der tatsächlichen der Braunkohle weichen, der auch das ganze durch den Brüxer Schloßberg für das neue menschlichen Erneuerungen vorgenommen worden. Die ZenWürde, in den Beziehungen des Stadtzentrum von Brüx zum Opfer fällt. Dort, Bett der Biela, für die neue Straßenverbin- Menschen zu den Menschen, in den Beziehun- tralschule wurde umgebaut und modern auswo heute die Dekanalkirche steht, wird ein dung und für alle Kommunikationsmittel und gen der Menschen zur wahren Humanität gestattet, der Hauptbahnhof wurde gefärbelt Riesentagbau errichtet. Mit der Liquidierung Leitungen. Unter Alt-Brüx befindet sich ein äußert. und ein neuer Wartesaal eingerichtet An der > von Alt-Brüx wurde bereits begonnen. Haupthaltestelle der Autobusse wurde ein hochwertiges Braunkohlenvorkommen von solDie Dekanalkirche, die insgesamt 17.000 t cher Mächtigkeit, daß die Förderung dieser Nach den Berichten unserer Presse wird Warteraum geschaffen, das Hockeystadion wiegt, wird mit einer Betonplatte unterfan- Kohle (im Tagbau) in wenigen Jahren alle es aber bezüglich des Lebensstandards bei umgebaut. Schlecht sind noch die Straßen, das alte Bräuhaus verfällt und soll abgebrochen gen, die einen besonderen Rahmen erhält. Mit j£ O S t e n wieder einbringen soll. Eine Frage, die uns immer rosiger, also ein Widerspruch. J ? Auf Frage, was sie als am wenig- werden. der Betonplatte und dem Rahmen sind zu- man bisher noch nicht angeschnitten hat, die -»---• die - zweite -•L- " - -"• sammen 25.000 Tonnen zu bewegen, und es aber bestimmten Kreisen bereits Sorgen berei- sten angenehm erachtet, antwortet sie: Die unwerden dafür 88 Spezialfahrzeuge verwendet. tet, geht dahin, ob später die Brüxer Kohle verantwortliche Investition, das ist KapitalsDas Bewegen wird 65 Tage in Anspruch neh- in den vorgesehenen Mengen auch abgesetzt anlage zu gewinnbringenden Zwecken, die unmen, die auf einen Zeitraum von sechs Jahren oder anderweitig (chemisch) verwertet wer- seren Staat an den Bettelstab bringt, die überIhr Fachhändler flüssige Adaption der Geschäfte, der Bau von verteilt werden. Der Kostenaufwand wird mit den kann. Unternehmungen an ungeeigneten Orten, die 60 Millionen Kronen angegeben. Auch in der Tschechoslowakei beeinflußt der laufende Erhöhung der Preise aller ProdukDiese Kosten hofft man dadurch hereinzusteigende Absatz von Oel sowie die Verwentionen, die ausgesprochen schlechte Qualität bringen, daß sich ausländische Film- und Fernsehgesellschaften für die Aktion interessieren dung von Gas in zunehmendem Maße die aller Gebrauchsartikel, der zunehmende niedLINZ, Gesellenhaasstraße 17 werden und daß der Fremdenverkehr in Brüx Kohlenförderung, bei der die vielfach hoch- rige Lebensstandard unserer Intelligenz im während der sechs Jahre des Transports gestochenen Pläne und Erwartungen ständig Vergleich mit den freien Staaten, die völlig unpädagogische Erziehung unserer Jugend. einen mächtigen Auftrieb erhält. Entspre- stärkerer Skepsis begegnen. Der öffentliche Betrieb ist bei uns auf einem geradezu tragischen Niveau. Ich kann nicht neueste Modelle, größte Auswahl begreifen, weshalb nach so vielen Jahren die Erfolge unserer Wirtschaft derartige sind, daß wir abgewirtschaftet haben . . . !" Da sich auch die Aufenthaltsdauer westEntgegen den propagandistischen BehaupJan Rott aus Prag antwortete, was am allerAngenehme Baude tungen zuständiger tschechoslowakischer Stel- licher Touristen etwas erhöht hat, stiegen die wenigsten angenehm empfunden wird... Das heutige Berghotel „Alba" in Deschnylen haben die Auslandsbesuche im Jahr 1965 Deviseneinnahmen aus dem West-Tourismus „... die allgemeine Teuerung, der überall zu nicht zugenommen, sondern ganz erheblich, von 49,7 auf 123,8 Millionen Devisen-Kronen, beobachtende Schmutz an Körper und Leib- Hinterwinkel im Bezirk Grulich ist eine der nämlich von 3,7 auf 2,9 Millionen abgenom- während die Einnahmen aus dem Ost-Touris- wäsche. ,Die Seife muß bei Euch wohl teuer ältesten Bauden im Adlergebirge. Schon im mus von 675 Millionen auf 526,5 Millionen sein', sagte mir ein Ausländer, der beinahe in Jahre 1928 kamen Skifahrer aus Prag dorthin. men. Kronen abfielen. Ohnmacht gefallen wäre, als er in Prag in Das Gebäude wurde mit einem Aufwand von Wie aus dem Statistischen Jahrbuch der die Straßenbahn stieg. Das flegelhafte Beneh- 600.000 Kronen von einem Bauunternehmen Das Mißtrauen, mit dem seinerzeit zahlTschechoslowakei zu entnehmen ist, geht der men der Erwachsenen im Betrieb. Begeben aus Kulm repariert. Das Ergebnis sind: abgereiche Bewohner der Tschechoslowakei die Rückgang primär auf Konto der Reisen aus wir uns doch schon endlich der Meinung, ein sprungene und abgebröckelte Wände in der Nachricht vom Abschluß eines Vertrages mit den „brüderlichen Nachbarländern". reifer sozialistischer Staat zu sein, wie der Er- Küche, in den Zimmern und Gängen. Die Böder Firma Neckermann über die Anmietung Gegenüber 1964 fielen die Besuchsreisen aus wartung, in den Jahren 1980 bis 1990 die ka- den sind rissig, die elektrische Leitung ist aller Betten in drei Hotels in Karlsbad aufUngarn von 1,4 Millionen auf 790.000, aus der außen geführt wie in einem Stall, in die ZimSowjetzone von 741.000 auf 695.000, aus Polen genommen haben, sei völlig unbegründet ge- pitalistischen Staaten zu überholen und noch mer sickert Regenwasser durch, die Fenster dazu unter jetzt nicht existierenden Voraussetwesen, schreibt in der neuesten Ausgabe die von 754.000 auf 729.000 usw. in Prag in deutscher Sprache erscheinende zungen! Warum hat sich Österreich so rasch sind undicht, der Gummibelag ist wellig, der äußere Mauerverputz fällt ab. Die Arbeiter Eine steigende Tendenz ist lediglich bei „Volkszeitung". erholt? Usw. usw... des Bauunternehmers ließen eine derartige Einreisen aus westlichen Ländern, vor aEem Neckermann habe in dieser Saison allein Unordnung zurück, daß die Angestellten des aus der Bundesrepublik von 157.400 auf über 7000 Touristen nach Karlsbad gebracht Pilsen—Eger elektrisch Hotels tagelang zu tun hatten, um alles auf177.200 und in geringerem Umfang aus Frank- und dazu beigetragen, daß sich die Übernachreich, Italien und Großbritannien feststellbar. tungen verdreifacht und die durchschnittliche Die Eisenbahnlinie von Pilsen über Eger zuräumen. Das Interesse österreichischer Touristen an Aufenthaltszeit von 2,3 auf 6,2 Tage erhöht nach Falkenau wird elektrifiziert. Die Arbeider Tschechoslowakei dagegen hat sich gerade- habe. Der Valutaertrag belaufe sich ohne Be- ten wurden im Jänner 1966 begonnen und 12. Jahrgang/Folge 23 zu rapid vermindert. Die Besucherzahlen fie- rücksichtigung der Einkäufe der westdeut- sollen bis Juni 1968 beendet werden. Die Eleklen von 646.800 auf 250.100. Vom 2. Dezember UM schen Touristen auf über 1,3 Millionen DM. trifizierung kostet 138 Millionen Kronen. Bei uns daheim ist es nicht mehr schön n Kirche wird 6 Jahre lang wandern m HITZINGER & CO. Fernsehgeräte Neckermann-Reisen brachten Millionen nach Prag H E I M A T K U N D E U N D rohmutter U N T E R H A L T U N G St. Jakob' (1901). Zu seinen selbständigen wfosensdiaftlidien Arbeiten kommt noch die Mitarbeit an Sammelwerken und in vielen in- und ausländischen Zeitschriften. Im Jahre 1909 wurde Bretholz als Honorardozent mit Vorlesungen über österreichische Geschichte und geschichtliche Hilfswissenschaften an der deutschen Technischen Hochschule in Brunn Wenn ich ganz tief hinabtaudie, auf den un* fen pflegte. Er gehörte einer freundlichen, gesprä- brach ihre Wallfahrtsgebefe und nahm Baldrian- betraut und erhielt am 29. November 1909 den fersten Grund meiner Kindheitserinnerungen, chigen alten Jüdin. Ihr Sohn, ein Rechtsanwalt, tropfen auf Zucker. Kalter Kaffee aus der Flasche Titel eines außerordentlichen Hochschulprofessors. sehe idi mich, eine sehr kleine Gestalt, in einem wohnte gegenüber der im Volksmund „Lavoir" wurde herumgereicht — Bruno schüttete ihn sei» Dem Lehrkörper der Volkshochschule gehörte grohen Park in Prag. Der Boden zu meinen Fü- genannten Grünanlage, wo sich die Kinder und ner Mvüer in den Schofj. Bekam einen Klaps hin- er seit deren Gründung an. Zahlreiche Vortragsfjen war weih von welkenden Akazienblüten. Idi Babys des Umkreises bei gutem Wetter täg- ten darauf, kreischte. Grohmutter seufzte matt. reisen führten ihn durch viele deutsche Städte las die süfj duftenden Blüten auf und hob sie lich versammelten. Dorf spielte auch ich mit den Bruno traf wuchtig auf ihren Rocksaum und stol- des Sudetenlandes. in meinen kleinen Kinderhänden einer dunkel Kindern des Anwaltes, während unsere Mütter perte über ihre Füfje. Er war Mitglied vieler wissenschaftlicher Vergekleideten Frau entgegen. miteinander plauderten. Auch die geplante WallGegen Mittag langten wir in Przibram an. Es war eine alt« Frau. Der Saum ihres schwe- fahrt wurde erörtert, und es traf sich, dafj Gattin Viele, viele Stufen führten zum Portal der Kirche einigungen, korrespondierendes Mitglied der Wiener Akademie der Wissenschaften, Ehrenmitren Tuchrockes berührte den Kiesweg und war und Mutter des Anwaltes ebenfalls nach Przi- hinan. Es ç grau von Staub. Die alte Frau stützte sich auf bram, zum Besuch von Verwandten, zu fahren den Knien einen mächtigen schwarzen Regenschirm. Ihren beabsichtigten. fahrtskirdie standen Buden mit Devotionalien: Es war mein erster gröberer Ausflug mit der geweihten Kerzen, Rosenkränzen, Bildern und Ehrenmitglied des Deutschen Journalisten- und glatten silberhellen Scheitel krönte ein Kapotfhut mit schwarzen, unter dem Kinn gebundenen Eisenbahn. Meine kindliche Phantasie teilte die plastischen Darstellungen der silbernen Ma- Schriftstellervereins für Mähren und Schlesien. Atlasbändern. Obwohl es heifj war, hing eine damaligen Dampflokomotiven in „böse" und donna. Und siehe — drei dieser Buden gehörten Dem Mährischen Geschichtsverein war er die dunkle, mit Posamenten und Jettperlen reich be- „brave" ein; die „bösen" waren jene, die den der Verwandtschaft unserer Reisegefährten 1 Freu- .wissenschaftliche Stütze und der Stolz". stickte Mantille von ihren schmalen Schultern bis Dampf mit furchterregendem, markdurchdringen- dige Begrühung von allen Seiten. Nadi seinem Tode wurde im Jahre 1938 im zu den Hüften hinab. Fingerlose Zwirnhand- dem Pfeifen und Zischen ausstiegen. Wir empfahlen uns und führten Grohmutter Verlag Rudolf Rohrer von der deutschen Geschuhe und ein geräumiger Pompadour ergänzüber die vielen Stufen ans Ziel ihrer Reise, zum sellschaft für Wissenschaft und Kunst in Brunn sein ten die angemessene, übliche Kleidung einer letztes Werk »Brunn, Geschichte und Kultur" herprächtigen silberglänzenden Marienaltar. — Grofjmutter, der Grohmutter unserer Kinderzeit. Heute ¡st der berühmte Wallfahrtsort verödet. ausgegeben. Sein im Manuskript vollendetes Sie war an Jahren nldit älter als eine „Oma" Keine Pilgerzüge mehr, keine Buden mit from- Werk .1934 bis 1937: Von Versailles bis Hitler" von 1966. Diese Oma zeigt ihre nodi wohlgemem Krimskrams, keine Votivgaben. Im Wirts- kam nicht mehr zu Druck. Das ist in kurzen Umrissen das Leben und Wirken dieser Leuchte formten Beine bis zum Knie, ¡st blond, oder haus gibfs nichts als eine warme Suppe. heimatlicher Geschichtswissenschaft, der wir Suträgt das dauergewellte Haar zart bläulich geGold-Manschettenknöpfe, sehr elegant, Der Prager Vorstadtfriedhof, auf dem Grofj- detendeutsche durch seine untrüglichen Erkenntbleicht. Sie „geht" nur mit der letzten Mode. auch mit echten Steinen. mama nach achtzig Lebensjahren die letzte Ru- nisse so unendlich viel zu verdanken haben. DarSonst steuert sie ihren pastellfarbenen Wagen hestätte fand, besteht nodi — die gelben, wo- um werden wir unseren grohen Landsmann Berdurch die Strafjen, raucht, bemalt sich die Lippen genden Felder, die ihn umgaben, werden vielen told Brefholz stets ein unvergängliches AndenMit den vereinten Kräften der drei rüstigen Daund Fingernägel und fliegt nach Mallorca oder neuen Häusern gewidien sein. Grohmutter und men und eines hilfsbereiten „Kondukteurs" wur- ihre Zeit der Kapotthütte sind eine liebe, ver- ken bewahren. Athen in Urlaub. vi âhri er blassende Nichts gegen die moderne Frau von 601 Sie ist bewundernswert — ist noch: Frau. Aber keine „Grohmutter". Die richtige Grofjmutter, die im Kapotthuf, ist schon lange ausgestorben. Sie ist nur noch eine Märchengestalt. Darum möchte Mizzl Frey-Freihardt Rosenkranz aus dem Pompadour hervor und ich von ihr erzählen. In der Wälder kühlem Schaffen eine sudetendeutsche Künstlerin, starb am Ober dem Bett der Grohmutter hing ein gro- drehte, leise vor sich hinmurmelnd, Perle um 6. Oktober in Baden bei Wien im 90. Lebenssah, ich oft allein, Perle zwischen den welken Fingern. Der muntere fjes Kruzifix an der Wand. Beim Fenster stand jahre. 1877 in Bautsch in Mähren geboren, Knabe Bruno verlangte sogleich zu essen. Die auf dem frischen Grün der Matten eine Kommode mit vier sehr breiten Schubladen, Geflügelladen-Grofjmutter wickelte gänsefettbebegann sie im Jahre 1900 ihre Bühnentätigkeit denen ein Duftgemisch von Salbei- und Kamillen- sfrichene Brote aus raschelndem Papier. Die schlummerte ich ein. und ging ihren Weg über München „Vereinigte fee, Baldrian, alter Leinwand und weihnacht- Mütter tratschten behaglich. Ich stand am FenTheater" nach Wien „Johann-Strauß-Theater" lichem Räucherwerk entströmte. Die Schubladen ster und starrte gebannt hinaus, auf das som- Sah in dieser Bäume Wipfel, und Berlin „Thalia-Theater" nach Wien zubargen erregende Geheimnisse. Nur selten durfte merliche Land mit Bahnwächterhäuschen, Dör- schaut' ins Himmelszelt rück. In dieser Zeit nun, ihrer Glanzzeit, war das Enkelkind einen Blick in ihr Inneres tun — fern, traulichen Kirchtürmen und weiten, reifen- und von jenes Berges Gipfel sie sowohl am Raimundtheater als auch am die oberste lag ohnehin zu hoch, auch wenn man den Getreidefeldern, deren Ränder bunt waren Theater an der Wien tätig, versäumte jedoch steh auf die Fußspitzen stellte. In der zweiten von knallrotem Mohn und blauen Kornblumen, blickt' ich in die Welt. nie, namentlich in den Sommermonaten, unhafte das Kind den Rosenkranz gesehen, das den wahren Emblemen der böhmischen Landsere Kurtheater in Karlsbad und Franzensbad, Dieses Sturmes mächtig Sausen Gebetbuch mit den hineingelegten bunten Hei- schaft. später aber auch die Theater in Brunn, Aussig, ligenbildchen, die alte, zerlesene Bibel und die Nachdem Bruno vier Brotschnitten verschlun- lernt' ich bald versteh'n Mähr.-Ostrau als Gast zu bespielen. Überall grell bemalte hölzerne Madonna mit der golde- gen hatte, legte er die kleine Faust als Trichter und ich hört' es um mich brausen: holte sich Mizzi Freihardt Lorbeeren und benen Krone, die aus einem böhmischen Wall- an den fetttriefenden Mund und rannte, tü-fa-ta- Heimat, du bist schön! wies als Sudetendeutscher ihr „Wiener Thefahrtsort stammte. tü brüllend, im Abteil umher. Grofjmama unterKarl Koch aterblut". Bis ins hohe Alter beherrschte sie In der Lade ganz unten wurden die dicken in verschiedenen Fächern die Bühne, obwohl braunen und grauen Strümpfe aufbewahrt, weihsie kein Star im heutigen Sinne war, doch PAUL BRDCKNER: leinene Hemden und Unterröcke, füllige Nachtkonnte sie überall das Publikum, auch noch jacken und lange Unterhosen mit gestickten Rüals „komische Alte" im Sturm erobern. Sie sdien. Auf der Kommode' tickte eine wunder^ bewahrte sich bis zuletzt ihren köstlichen schöne Empiré-Uhr unter hindern Glässfurz, verHumor unifcias unverwüstliche Temperament. biahte Photos dämmerten aus ovalen dunklen Nicht nur beim Publikum, sondern auch in Rahmen, zwei kostbare Rokokoporzellanfigürder Kollegenschaft erfreute sie sich mit Recht chen tänzelten. allgemeiner Wertschätzung. Das österreichiGrohmutter wohnte bei der einzigen Tochter, sche Theater und wir Sudetendeutschen haben Der nationalsozialistischen Aera war es vorbeVon ungeheuerer Bedeutung für uns Sudeten- mit dem Ableben dieser Künstlerin viel verdie ihr von elf Kindern nach einer Pockenepidemie geblieben war. Sie besuchte häufig die Morgen- halten, den altehrwüdrigen Deutschen Orden als deutsche ist seine Theorie, die an der Erhaltung loren. A. F. messe in der nahen Pfarrkirche. Sonst ging die V e r e i n aufzulösen. So verfuhren betont natio- der germanischen Völker von der Quaden- und nal bewuf) te Deutsche mit dieser uralten deutschen Markomannenzeit durch die folgenden JahrhunThérèse Krones Institution, die sich neben der Verbreitung des derte festhält. Er wies auch zahlreiche tschechiZu ihrem 165. Geburtstag Christentums so unendlich grohe Verdienste um sche Geschichtsfälschungen nach, die nachweisDie einstige Theaterkönigin Altwiens, Thedie Ausbreitung des Deutschtums erworben hat. lich erst im 19. Jahrhundert aus ZweckmäfjigkeitsDer Deutsche Orden trug deutsche Kultur und gründen durchgeführt wurden, um an der soge- rese Krones, wurde am 7. Oktober 1801 in Sitte bis hinauf an die Ostsee und an die Gren- nannten Kolonisationslehre festhalfen zu kön- Freudenthal in Oestereich-Schlesien gebozen Ruhlands. Es war mir gegönnt, dort oben nen. Bretholz war deshalb von den eifrigsten ren. Ihr Vater war zur Zeit ihrer Geburt der Es hockt der Nebel früh auf allen Wegen selbst nodi auf den Spuren des Deutschen Or- tschechischen Verfechtern der Kolonisationslehre, ehrsame Kürschnermeister Joseph Krones, der Und taucht die Bäume in sein graues Licht. dens zu wandeln. Wie aber wäre man erst wie Franz Palacky und J. Pekaf, grohen Anfein- sich aber schon viel in seiner freien Zeit auf Er will sich schwer auf unser Herz noch mit einem Bertold Bretholz verfahren, der noch dungen ausgesetzt. der Dilettantenbühne seiner Vaterstadt betädazu unter ihre Rassengesetze gefallen wäre? legen, Grohe Verbreitung fand auch seine . G e - tigte. Seine Liebe zur Bühne war so stark, Man hätte sich über seine unendlich grohen Ver- schichte Böhmens und Mährens", die in den Jah- daß er 1806 mit seiner Familie (Frau und Doch seine Zuversicht bezwingt er nicht. dienste, besonders um das Sudefendeutschtum, ren 1921 bis 1925 in vier Bänden erschien. Ein neunjährigem Josef Franz und fünfjähriger wohl genauso hinweggesetzt wie um die des »Lese- und Quellenbuch" brachte 1927 eine Aus- Thérèse) als Direktor seiner eigenen WanderDie Sonne löst sich aus den trüben Stunden Deutschen Ordens. Es blieb ihm vom Schicksal lese von Quellenstellen zur böhmisch-mährischen bühne Haus und Geschäft aufgab und jahreUnd läßt den Nebel in das Nichts verwehn. eine solche Erniedrigung erspart, denn am Geschichte. In historischen Zeitschriften erörterte lang von Ort zu Ort zog, über Brunn, Graz, f ^ Ä ^ J L * " ^ Ä S Ä Von Inge THIELE ?2' 9 Ten H E I M A T KULTURNACHRICHTEN üertola Jjretnolz ADVENT So wird der Zweifel gläubig überwunden, T *Und - J mächtig — «-»- •' kann ' ' Mut »*-•den * Tag •»• der 27 - November 1936 ist Bertold Bretholz gestorben, er in zahlreichen Abhandlungen Fragen der hei- Laibach und Agram und kam natürlich auch Berthold Brefholz wurde am 9. Juli 1862 zu mischen Geschichte, von denen so manche glück- nach Wien, konnte hier aber keine dauernden Freiberg in Mähren geboren. Er absolvierte 1881 lieh gelöst wurde. Aus seiner Arbeit im Stadt- Erfolge buchen, dodi wurde hier bestehn. das deutsche Gymnasium in Bielitz und widmete archiv entstand die „Geschichte der Stadt Brunn" Raimund auf Thérèse aufmerksam, der das sich dann dem philosophischen und historischen bis 1411. Zur 250jährigen Erinnerungsfeier er- große Talent in ihr erkannte und ihr auch Es wächst doch hinterm Nebel still Studium an der Wiener Universität. Im Jahre 1885 schien 1895 der „Verteidigungskampf der Stadt ein Engagement am Leopoldstädter Theater erlangte er bereits den philosophischen Doktor- Brunn gegen die Schweden 1645" und die Samm- anbot, was sie auch annahm. Sie gastierte erstverborgen titel. 1887 legte er die archivarische Staats- lung „Urkunden, Briefe und Aktenstücke zur Be- mals am 11. Oktober 1821 an dieser Bühne. Das Licht der Ankunft, aller Welt zum prüfung ab, widmete sich Rechtsstudien und lagerung der Stadt Brunn durch die Schweden in Anfangs waren die Erfolge auch nicht gleich Trost. schlofj diese mit Ablegung der rechtshistorischen den Jahren 1643 und 1645". Als der Jakobs- eingetreten, doch mit der Zeit wurde sie Ehe Hoffnung auf ein lichterfulltes Morgen Staatsprüfung an der juristischen Fakultät der turm ausgebaut wurde, widmete Bretholz ein Publikumsliebling und wurde ihr Auftreten (Fortsetzung auf Seite 5) Prachtwerk der schönen gotischen „Pfarrkirche zu Wiener Universität ab. Ist unserm Herzen schon im Aufbruch zugelost. Hans Bahrs alte Frau nur noch selten aus. Sie hatte eine Scheu vor der „Elektrischen", der Strafjenbahn ohne Pferde, die alle Hauptstraßen unsicher machte, Grorjmama genügten bescheidene Freuden, an denen sie indes eigensinnig festhielt. Jeden Nachmittag um halb vier ward die jeweilige Marie oder Anna mit einem grohen Steinguttopf ins nächste Café entsandt, einen Kaffee zu holen. Dazu ein Kipferl der bestimmten traditionellen Sorte. Nicht, dal) daheim der Kaffee schlechter gewesen wäre. Das Ritual erforderte den Kaffee von auswärts. Eine andere Tradition gebot, von Zeit zu Zeit eine Wallfahrt zu unternehmen. Eine Wallfahrt auf den Heiligen Berg, zur silbernen Muftergottes von Przibram. Doch allein hätte Grohmutter sich nicht auf die „Reise" von zwei bis drei Stunden in das bekannte böhmische Silber- und Kohlenbergbaugebiet begeben. Tochter und Enkelin sollten sie begleiten. Dann ergab sich zufällig, dah eine ganze kleine Reisegesellschaft den heiligen Ort aufsuchte. Das kam so: in unserer Nachbarschaft war ein Gefiügelladen, in dem meine Mutter gelegentlich wohlgemästete Gänse, zarte Täubchen und Hasenrücken preiswert einzukau- 12. Jahrgang/Felge 23 Vom 2. Dezember IMS jfadskttpoft- In den Jahren 1887 bis 1892 war er Mitarbeiter bei der Herausgabe der Konzilakten durch Professor Maahen in den „Monumenta Germaniae histórica". Vom Oktober 1898 bis April 1899 arbeitete er in Rom im vatikanischen ArDas Werk Arnold Harflgs wird der Nachwelt erhalten chiv an der Aufnahme der Bestände der mährischen Geschichte, insbesondere der Hussitenzeit. ïm Stadtmuseum von Enns, das mit reich- mänien, Kaiser Franz Joseph, Kaiser Karl, Im selben Jahre übernahm er die Leitung des haltigen Funden aus der Römerzeit aufwar- König Gustav Adolf, Papst Pius XII., auch Mährischen Landesarchivs in Brunn, die er bis zu die Sudetendeutschen Rudolf Lodgman von seinem Uebertritt in den Ruhestand im Jahre ten kann, wird demnächst ein neues Blatt der Auen, Hans Christoph Seebohm u. a. Die letzte 1926 innehatte. Vorher hatte er das Brünner Geschichte aufgeschlagen werden. Der jüng- Medaille, die Prof. Hartig schuf, stellt den Stadtarchiv, dessen Leitung ihm 1895 über- sten Geschichte nämlich, die der Stadt einen oberösterreichischen Landeshauptmann Doktor tragen worden war, vollständig neu geordnet. neuen wirtschaftlichen Aufschwung gebracht Gleißner dar. Von Hartig stammen auch mehZum Teil in eigener Arbeit und nach seinen hat, indem die Gablonzer dort das Zentrum rere österreichische Münzen: 100 Schilling in Weisungen wurden die Stadtarchive in Iglau, ihrer österreichischen Ansiedlung gebildet ha- Gold, 25 Schilling in Gold, 50 Schilling in SilMähr.-Ostrau, Olmütz und Ung.-Hradisch ähn- ben. Dank einer großzügigen Subvention des ber und die Aversseite der 25-Schilling-Münlich gestaltet. Mit Recht hat man Bretholz den Landes Oberösterreich und dem Entgegen- zen mit dem Kranz der Länderwappen. Hartig Reorganisafor des mährischen Archivwesens ge- kommen der Stadtgemeinde kann in einem hat sich bei seinem überaus reichen LebensRäume des Ennser Stadtmuseums eine Samm- werk niemals eines Mitarbeiters bedient, sonnannt. Seine Archivarbeit erschloß neue Urkunden, lung aufgestellt werden, deren Mittelpunkt dern jedes kleinere Gipsmodell selbst gegosund er gab 1903 den XIV. und XV. Band des das Werk des Gablonzer Medailleurs und sen, jeden Bronzeguß selbst ziseliert und so„Codex diplomaticus et epistolari Moraviae* Bildhauers Arnold Hartig bilden wird. Der wohl die Stahlverkleinerungen als auch die heraus. Im Sommer 1903 weilte er mehrere Wo- greise Künstler, der auf ein riesiges Lebens- Negativ-Prägestempel selbst durchgearbeitet. chen in Stockholm, studierte und kollationierte werk zurückblicken kann, hat die Entwürfe und Außer Medaillen und Plaketten hat Profesdort die Handschrift des Riesenkodex, den die Modelle seines Schaffens für das Ennser Mu- sor Hartig auch größere Plastiken geschaffen, Schweden im Dreißigjährigen Krieg aus Prag seum zur Verfügung gestellt. Neben diesem so die 3.20 m hohe Christusstatue für die weggeführt hatten. Mit der «Lateinischen Paläo- Werk Hartigs wird das Gablonzer Museum Gablonzer Kirche und das Pallas-Athenegraphie" in Meisters Grundrifj der Geschichts- auch einen Einblick in das Schaffen der Relief in der Webschule in Reichenberg. wissenschaft gab Bretholz 1905 den studierenden Gablonzer geben. Es ist sowohl für die Sudetendeutschen in Historikern ein Handbuch, das zum vielbenufzDas Werk Professor Arnold Hartigs, einen Oesterreich wie auch für das Land Oberösterfen Lehrbehelf wurde. Im Jahre 1911 erschien Band VII der „Libri eifatonium ef sentenfiarum*. Schaffenszeitraum von etwa sechzig Jahren reich erfreulich, daß ein so bedeutendes künstNachdem er im Jahre 1909 zum Landesarchiv- umfassend, ist riesengroß. Hartig hat die be- lerisches Werk bewahrt werden kann. Initiativ direktor ernannt worden war, begann er sofort deutendsten Köpfe seiner Zeit auf Plaketten stand hinter den Bestrebungen der Ennser mit einer „Geschichte Mährens" seine Tätigkeit. festgehalten, darunter König Carol von Ru- Stadtrat Lm. Fritz Waniek. Gablonzer-Museum in Enns D A S immer und immer wieder verlangt. In Raimunds „Der Bauer als Millionär" war sie die Darstellerin der „Jugend" und erntete sie mit dem Lied „Brüderlein fein", das sie in wehmütig-frohsinniger Weise vortrug, jedesmal vom ganzen Haus einen vorher nie gekannten Beifall. Als Raimund sich später von der Leopoldstadt trennte, ging auch Thérèse Krones mit ihm an das Theater an der Wien. Doch hier stellte sich bald die Krankheit ein, die sie öfter am Auftritt hinderte. Im Sommer 1830 unterzog sie sich noch einer Kur in Marienbad, doch als das Jahr zu Ende ging, Für die Festtage erhalten Sie in allen Geschaffen die Spezialitaten FEINKOSTMfTLLER Linz, Semmelweisstr. 110, Tel. 27551/27218 am 28. Dezember 1830, endete auch ihr erfolgreiches, junges Leben im Hause „Zur Weintraube" im zweiten Wiener Gemeindebezirk. Unter überaus großer Beteiligung wurde die Schlesierin, welche die Wiener zu ihrem erklärten Bühnenliebling durch rund ein Jahrzehnt emporhoben und verehrten, am Tag nach ihrem schmerzvollen Hinscheiden am St. Marxer Friedhof beigesetzt. Im Jahre 1930 wurde ihr von der Stadt Wien auf dem Zentralfriedhof ein Ehrengrab gewidmet. Auch eine Straße in Wien-Döbling wurde nach Thérèse Krones benannt. A. F. L E B E N I N D E R Egerlandes begrüßen. Den Geburtstagskindern sprach er zu den Festtagen die herzlichsten Glückwünsche aus. — Dem Lichtbildervortrag „Prag, wo die Steine noch deutsch sprechen" zollten die Anwesenden starken Beifall. Unser Ehrenobmann teilte uns mit, daß ein großer Betrag für die Hochwassergeschädigten von unserer „Gmoi" gespendet wurde. Den Spendern sprach Ing. Eckert den herzlichsten Dank aus. Im Verlauf des Abends sorgten Mouhm Kunzmann und Leitner für Unterhaltung. Am 15. Oktober hielten wir unsere „Egerländer Kirwa" beim Landsmann Reiprich ab. Die Veranstaltung wurde von Vetta Konditor Mayer mit guten Kirwakuchen beliefert, auch die Speisen der Gastwirtsküche schmeckten allen „wia dahoim". Nach langer Zeit war Ehrenmouhm Doleschal mit ihren gelungenen Vorträgen wieder mal zur Stelle, so auch Mouhm Leitner und Kunzmann trugen zur Unterhaltung bei. Allen war das Ende der „Kirwa" zu schnell da. Am 1. November beteiligte sich eine große Gruppe Egerländer in Tracht und mit Fahne an der Totenmesse für unsere Verstorbenen in der Augustinerkirche. Am 6. November beim Gmoi-Abend hatten wir Besuch von zwei Tiroler Trachtenpaaren, die sich bei uns sehr wohlfühlten. Am 5. November beteiligte sich eine große Gruppe in Tracht und mit Fahne an der Martinifeier der Burgenländer im Sophiensaal. Ebenso waren wir am 12. November bei der 60. Leopoldifeier der „Niederösterreicher in Wien" im Festsaal beim Wimberger vertreten. Am 4. Dezember findet in unseren Vereinsheim, Wien VII, Neustiftgasse 5, unsere Nikolofeier statt. L A N D S M A N N S C H A F T Jägerndorf Unsere Heimatgruppe feiert am Sonntag, 18. Dezember, beim Türkenwirt in der PeterJordan-Straße 76 ihre Weihnachtsfeier. Kuchen, schlesische Preßwurst und eine Tombola sollen zur frohen Stimmung beitragen. Unsere Mitglieder und alle Freunde unserer Heimatgruppe sind herzlichst eingeladen. Landskron Das Heimattreffen am 6. November bot den Besuchern einige Ueberraschungen. Als Eröffnung wurde unser Schönhengster Gaulied gesungen, worauf Obmann Fiebiger die Anwesenden herzlich begrüßte, darunter auch die beiden „Beschorner", Ehrenobmann Karl und Landesobmann Kurt Beschorner. In der Totenehrung gedachte er auch aller noch in der alten Heimat bestatteten Familienangehörigen. Am 7. Oktober verstarb in Schmölln bei Leipzig der ehemalige Kaufmann Otto Seifert im 88. Lebensjahre. Der angekündigte Vortrag von Hofrat Hubert Partisch am 25. November wurde wegen seiner plötzlichen Erkrankung abgesagt. An der 500-Jahrfeier in Martinsdorf am 20. November nahmen der Vorstand und Vereinsmitglieder mit ihren Familien teil, ebenso an dem festlichen Hochamt, dem am Nachmittag ein großes Orgelkonzert folgte, unter der Leitung des Hochschulprofessors Alois Forrer, wobei auch seine Gattin mit dem innig gesungenen Ave Maria von Gounod zu hören war. An beiden Feierlichkeiten in der Kirche nahmen auch die Heimatgruppen von Grulich, mit Friesetal und Adlergebirge teil. Um über das Heimattreffen weiter zu berichten, gab es nach der Pause die erwähnte Ueberraschung mit der Vorführung von einmalig schönen Farblichtbildern, aufgenommen in den Lienzer und Südtiroler Dolomiten. Ab 1. Jänner 1967 treffen sich die Landskroner in der Gastwirtschaft „Zu den drei Hackein", in der Piaristengasse Nr. 50, Ecke Maria Treugasse, im 8. Bezirk. Das erste Heimattreffen findet am Neujahrstag statt. Bei der Weihnachtsfeier am 18. Dezember wird den Landsleuten noch Näheres bekanntgegeben werden. nicht auf unsere alten bedürftigen Mitglieder vergessen. Durch den Tod unseres langjährigen Mitgliedes Frau Maria Spiegel (Gastorf bei Leitmeritz) haben wir einen schweren Verlust erlitten. Die Verewigte sowie auch ihr verstorbener Mann waren aktive und treue Mitglieder vom Anfang an. Wir haben die teure Tote am 24. November auf dem Baumgartner Friedhof begraben, unser Obmann hielt einen ehrenden Nachruf. Stockerau Sehr zahlreich besucht war unser Kulturabend am 20. November. Nach den Begrüßungsworten von Obm. Wacht gedachten wir der Verstorbenen, insbesondere unseres Referenten Dr. Josef Starkbaum. Kulturreferent Dr. Fritz Felzmann brachte Gedichte aus eigenen Werken. Landsmann Thiel von der Heimatgruppe Reichenberg zeigte Filme von der alten und neuen Heimat, die von Schriftführer Meissner mit Text begleitet wurden. Sie fanden reichen Beifall. Obmann Fischer von der Heimatgruppe Hochwald brachte zum Abschluß einen ausführlichen Bericht über die Zeit der sudetendeutschen Freiheitskämpfe nach dem ersten Weltkrieg. Voranzeige: 18. Dezember, 16 Uhr, Adventfeier, Vereinslokal; 31. Dezember, 20 Uhr, Silvesterfeier, Vereinslokal. Wiener Neustadt Bei unserem letzten Heimabend am 12. November, zu dem trotz schlechten Wetters viele Landsleute erschienen waren, erlebten wir einen eindrucksvollen Lichtbildervortrag. Familie Richter und Familie Lösel hatten vor kurzer Zeit Prag und den westlichen Teil des Vortragsabend Hofrat Partisch Sudetenlandes bereist und ihre Eindrücke in Freudenthai Bildern festgehalten, die sie uns auf der LeinDer in der „Sudetenpost" vom 18. Novemwand wieder vermittelten. Neben Prag, Maber 1966, Folge 22, angekündigte Abend „Hofrienbad, Tepl, Karlsbad, Klösterle, Kaaden Trotz schlechten Wetters war das Heimatrat Partisch erzählt aus seinem Leben" mußte und Komotau sahen wir viele andere Orte, wegen Erkrankung des Vortragenden abge- treffen am 13. November beim „Daschütz" gut die auf dem Reiseweg der Vortragenden gelesagt werden. Die Heimatgruppen des Landes- besucht. Obmann Roßmanith begrüßte die Mitgen waren. Die Bilder machten einen wahrverbandes Wien, Niederösterreich und Bur- glieder, den Obmann des Hum. Vereins der haft erschütternden Eindruck und mancher genland wurden durch Rundschreiben über die Schlesier, Lm. Escher und Gäste. Einen beder Anwesenden erkannte sein geliebtes Absage unterrichtet, an sechs Tageszeitungen sonderen Willkommensgruß entbot er der Städtchen oder Dörfchen nicht mehr. Friedübermittelte die Geschäftsleitung der SLOe sehr geschätzten Heimatfreundin Frau Prohöfe wurden dem Erdboden gleichgemacht, kurze Absageanzeigen mit der Bitte um Ver- fessor Dr. Ilse Dörfler. — In bewegten Worganze Häuserzeilen sind weggerissen und öffentlichung. Landsleute, die von diesen ten berichtete er über das Ableben des verM.-Ostrau, Oderberg, Friedek neue Betonklötze sind an ihre Stelle getreVerlautbarungen nicht erreicht worden und dienstvollen Vorstandsmitgliedes Lm. Otto Raiten. In diesen Neubauten, welche vielfach mit zum Vortrag erschienen waren, werden herz- mann, der noch am 1. November an der ToIm neuen Vereinslokal, Restaurant „Zu den Fernheizung und anderem Komfort versehen lich gebeten, dieses Mißgeschehen gütig ent- tengedächtnisfeier der Heimatvertriebenen in der Augustinerkirche teilgenommen hatte und drei Hackein", Wien 8, Piaristengasse 50, fand sind, hat man zwielichtige Familien einquarschuldigen zu wollen. infolge eines Herzinfarktes plötzlich abberu- am 16. November die ordentliche Hauptver- tiert. Viele Häuser, in denen einst brave LandsHerrn Hofrat Partisch gelten aufrichtige fen wurde. sammlung der Heimatgruppe statt. Neu- leute wohnten, sind dem Verfall preisgegeben, Wünsche nach baldiger Genesung! so mehr erfreut es, wenn man ein wohlLm. Oskar Langer sprach ein Gedicht, daß gewählt wurden als Obmann Lm. Frau Jo- um Häuschen zu sehen bekommt. Hier „nicht alle tot sind, deren Hügel sich hebt". hanna v. Etthofen, geb. Pawliska, als Schrift- gepflegtes SLOe-Rechtsschutzverband der hatte offenbar ein ordnungsliebender Bewohführerin Lm. Frau Olga Dank und als Kassier Prof. Speil intonierte das Lied vom braven Gmundner Pensionisten ner Besitz ergriffen. Der Ort Milsau im Kaadund die Anwesenden erhoben sich Lm. Josef Motz. Die Heimatgruppe dankte ner Bezirk dürfte in kurzer Zeit von ErdMit unserer nächsten Zusammenkunft, Mitt- Kameraden dem scheidenden Obmann, Lm. Frau Olga zum Zeichen der Trauer von den Sitzen. — woch, 14. Dezember (2. Mittwoch im Monat), Sodann gab Obmann Roßmanith die Geburts- Michler, sowie dem Obmann-Stellvertreter, massen überdeckt sein. Riesige Elevatoren im Vereinsûeim* .Restaurant .jtührer, Wien 9, tagskinder des;l Monats November bekannt Iim.-Dipl.-Ing; Heinz* Tschuschner, herzlich für schütten Gestein, das einem mächtigen BraunHahngasse 24 (Ecke Pramergasse), beenden und wünschte ihnen alles Gute, Gesundheit alle aufgewendete. Mühe im Dienste unserer kohlen-Tagbau entnommen wird, über die wir unsere Arbeit für 1966. Wir machen alle und Wohlergehen. Er erinnerte an das 100. alten Heimat. Über einen wirksamen Zusam- verlassenen Häuser und Höfe. Wir alle waren Gmundner Pensionisten darauf aufmerksam, Wiegenfest des Lm. Ferdinand Hanusch. Einen menschluß aller Landsleute und einen Weiter- stark beeindruckt von diesem Vortrag und daß insbesondere diejenigen, die noch nicht besinnlichen Abend bereitete uns Frau Profes- ausbau der Heimatgruppen im ureigensten konnten uns ein lebhaftes Bild von den Vorum eine einmalige, nicht rückzahlbare A u s - sor Dr. Dörfler mit ihrem Vortrag über Ger- Interesse der Landsleute, sprach Herr Bun- gängen in unserer alten Heimat machen. Obhilfe im Jahre 1966 angesucht haben, dies um- hart Hauptmann. — Zum Schluß des Vortra- desobmann Major Michel. Im Rahmen einer mann Schütz dankte herzlich den Farn. Richgehend mit einer Eingabe an das Bundesmini- ges spielte Herr Prof. Speil das „Schlesier- gemütlichen Weihnachtsfeier mit kleinem Pro- ter und Lösel für ihre Ausführungen. In sterium für Finanzen tun sollen. Anzuführen lied". — Der Obmann machte noch auf den gramm findet am 12. Dezember um 19 Uhr einem späteren Vortrag sollen wir weitere sind die Grundzahl der Pensionsanweisung Besuch der Julfeier am 11. Dezember auf- im neuen Vereinslokal das nächste Mitglieder- Bilder zu sehen bekommen. Der nächste Heimfindet am 10. Dezember statt und ist und beizufügen sind: ein Abschnitt der Pen- merksam und bat um guten Besuch. treffen statt. Wir bitten unsere Mitglieder, abend sionszahlung sowie gegebenenfalls ein ärztrecht zahlreich zu erscheinen, Gäste sind herz- mit einer Adventsfeier verbunden. liches Zeugnis. lich willkommen. Im Jänner findet das Mitgliedertreffen ausHumanitärer Verein nahmsweise am Mittwoch, 11. Jänner, um I Sudetendeutsches Landvolk 19.30 Uhr statt — in den nächstfolgenden MoChorkonzert des Engelsbergbundes Vertriebene wollen helfen Wiederum benützte der Obmann Dittrich die Der durch seinen Schirmherm E. S. Engels- naten wurde jeweils der erste Mittwoch der Die Obmänner vereinigter Volksdeutscher Gelegenheit, dem Bundesminister für Land- berg mit uns sehr verbundene Kaufmännische laufenden Monate fixiert —, wir bitten um Landsmannschaften in Kärnten, der Donauwirtschaft, Dr. Ing. Schleinzer, der am 13. No- Sängerchor „Engelsbergbund", gegründet 1889, Vormerkung. vember beim oberösterreichischen Landesbau- veranstaltet Samstag, 3. Dezember, um 19.30 Unseren im Dezember geborenen Landsleu- schwaben, Sudetendeutschen, Mießtaler und erntag in Linz sprach, die bereits im Sozial- Uhr im Mozartsaal des Wiener Konzerthauses ten übermittelt die Heimatgruppe ihre herz- Untersteirer, Gottscheer sowie Siebenbürger ministerium aufliegenden Wünsche und For- sein herkömmliches Herbstkonzert mit dem lichsten Segenswünsche: Lm. Paul Florian, Sachsen haben an ihre Mitglieder folgenden derungen der heimatvertriebenen Bauern mit Motto: „Musik! Du himmlisches Gebilde" un- Aurelia Hrbac, Olly Woynar, Ingeborg Dei- Aufruf erlassen: der Bitte vorzutragen, diese mit Frau Sozial- ter der Mitwirkung von Frau Maria Schrei- ninger, Oberstlt. a. A. Anton Durst, Baumei„Weite Teile unserer zweiten Heimat wurminister Rehor baldigst einer positiven Erle- tel, Sopran, von der Staatsoper Wien. Dirigent ster Eduard Bauer, Marie Bilek. den zum drittenmal durch Hochwasser heimSoeben erfahren wir, daß Frau Marie Bilek gesucht. Viele Mitbürger sind in ärgste Not digung zuzuführen. Dr. Schleinzer sagte dies Gerald Kunc Zur Aufführung gelangen zu. Werke von F. W. Berner, Johannes Brahms, in die ewige Heimat abberufen wurde. Frau geraten. Wir wollen ihnen helfen, denn wir Bauernbund-Obmann Diewold erwähnte bei Anton Bruckner, Karl Etti, Stephen Foster, Bilek, früher Witkowitz, war zwar aus wissen, was es heißt, Hab und Gut zu verlieder Begrüßung die gute Zusammenarbeit der Kurt Günth, Karl Hlinak, Hugo Jüngst, Karl Schottwien gebürtig, hielt aber unseren ren. — Die Geldspenden sind erbeten auf das Landvolksgruppe der SL mit dem oö. Bau- Kämpf, Wilhelm Kienzl, Fritz Baselt, Wolf- Landsleuten und der Heimatgruppe die Treue. Konto .Kärntner Nothilfswerk' 15.010 bei der ernbund, wobei manche Fragen auf einen ge- gang Amadeus Mozart, Volkmer Müller-Deck. Frau Bilek verstarb am 15. November 1966 Landeshypothekenanstalt in Klagenfurt.u meinsamen Nenner gebracht wurden. Jedoch Franz Liszt, Robert Schumann, Richard nach einer schweren Gallenoperation. An ihsind noch viele offene Fragen zu lösen. Herr Wickenhauser und Paul Zoll. Durch die Mit- rer Bahre trauert ihre Tochter, Frau Josefine Goldene Hochzeit Obm. Diewold dankte für die rege Beteiligung wirkung von Frau Schreitel verspricht dieses Schmeichler, Wien 3, Marhof 12/13, I/l. In Pinkafeld (Burgenland) feierte Herr der Landvolksgruppe beim Landesbauerntag. Chorkonzert wieder einen ganz besonderen Gendarmeriebezirksinspektor L R. Gustav Kunstgenuß, zu dem alle Landsleute herzWanitschka, aus Kotieschau bei Jechnitz im Mährisch-Trübau lichst eingeladen sind. Sudetenland gebürtig, mit seiner aus Es schafft immer ein zufriedenes Gefühl für Kuschwarda im Böhmerwald stammenden die Leitung der Heimatgruppe, wenn der Hei- Gattin Margarethe am 21. November das Fest Erstes Oesterreidiisdi-Schlesisdies Sudetendeutscher Ball 1967 matabend in einem vollbesetzten Saal abge- der goldenen Hochzeit. Das goldene HochzeitsHeimatmuseum halten werden kann. Diesmal hatten sich paar war Gegenstand herzlicher Ehrungen, so Nun ist es wieder so weit, um ans für den Schierisene Krippenschau wirklich sehr viele Landsleute eingefunden u. a. durch den Pinkafelder Bürgermeister nächsten Ball zu rüsten und ihn vorzubereiBraun, der im eigenen und im Namen der In den Räumen des Schlesischen Heimat- und folgten aufmerksam dem Ablauf der Ta- Stadt Glückwünsche und Geschenke darten. Das Ballkomitee ist schon seit längerer Zeit in Tätigkeit, führt Verhandlungen mit museums in Wien I, Singerstraße 13, wird gesordnung. Für die „Sudetenpost" wurde brachte. Gustav Wanitschka, der im heurigen Druckereien, Musikern, Tanzmeister, und heuer wie alljährlich eine Schlesische Krippe eine erfolgreiche Werbung durchgeführt, und Jahr seinen 85. Geburtstag feiern konnte, gewenn alles klappt, können wir bei der näch- aufgestellt. Die Schlesische Krippe kann in der Obmann gab bekannt, daß nach Einlangen hörte zu den 400 Gendarmeriebeamten, die sten Arbeitssitzung der H.-Gr.-Obmänner der Zeit von Samstag, dem 24. Dezember 1966 der Unterlagen über die Bezieher der „Schön- 1918, da ihnen die Tschechen keine Existenzbis einschließlich Mittwoch, dem 1. Februar hengster Heimat" in Wien dafür eine Wer- möglichkeit boten, die Heimat verlassen und Einladungen und Eintrittskarten ausgeben. Der Ball findet am 21. Jänner 1967 in den 1967 an folgenden Tagen besichtigt werden: bung erfolgen wird. Oesterreich einen neuen Wirkungskreis suEs wurde auch über unsere Nikolofeier am in Festräumen des Hotels „The Vienna Intercon- Mittwoch von 10 bis 17 Uhr, Samstag von chen mußten, wo sie sich hervorragend be11. Dezember und über den sudetendeutschen währten. tinental", Johannesgasse 28, Wien 3, statt. Wir 14 bis 17 Uhr, Sonntag von 10 bis 12 Uhr. Der Jubilar nahm auch an den wissen vom Vorjahr, daß hier der Rahmen Die Museumsleitung bittet die Landsleute Ball im Jänner 1967 gesprochen und zur regen Kämpfen zur Befreiung des Burgenlandes für ein seriöses Ballfest gegeben ist und wir und Freunde des Museums um zahlreichen Teilnahme aufgefordert. Wer heuer den Ball 1921 teil und wurde durch die burgenländiuns wieder sehr wohl fühlen werden. Die Ein- Besuch. Benützen Sie die Gelegenheit, auch mitgemacht hat, wird wissen, wie schön und sche Landesregierung mit einer Verdiensttrittspreise bleiben die gleichen wie im Vor- Ihren Kindern und Enkeln eine Krippe aus repräsentativ diese Veranstaltung war. ausgezeichnet. Nach seiner PensionieDie Leitung der Heimatgruppe beabsichtigt, medaille jahr. unserer schlesischen Heimat zu zeigen! rung übersiedelte Gustav Wanitschka mit seinach den Neuwahlen im nächsten Jahr, die Es ist heuer unser zehnter Ball und er soll Familie nach Schallan bei Teplitz-Schönau Heimatabende durch Lichtbildervorträge und ner alle bisherigen übertreffen. In diesem Sinne im Sudetenland, wurde 1945 zum zweitenmal Iglau andere Vorträge wieder abwechslungsreicher aus bitten wir alle Landsleute mitzutun und mitseiner angestammten Heimat vertrieben zu gestalten. zuhelfen. Die erste Tanzprobe für das Erund fand in St. Veit a. d. Gian in Kärnten, wo öffnungskomitee findet am 3. Dezember 1966 Am 25. November beging Lm. Hans Kutteler zwölf Jahre lebte und verdienstvoll für seine um 10 Uhr in der Tanzschule Mühlsiegel statt. wascher seinen 60. Geburtstag. Hans KuttelBund der Nordböhmen heimatvertriebenen Landsleute wirkte, Aufwascher gehört dem landsmannschaftlichen nahme. Er wurde mit der Ehrennadel der Für das Ballkomitee: Kort Beschorner M. M. Reichel Verband schon mehr als vierzig Jahre unUnsere Weihnachtsfeier halten wir am Sudetendeutschen Landsmannschaft ausgeunterbrochen an. 11. Dezember um 15 Uhr im Hotel Eder, zeichnet. In das Burgenland zurückgekehrt, Am Samstag, dem 10. Dezember, findet im Wien VIII, Lainzerstr. 144, ab. Bei dieser wird Egerländer Gmoi in Wien Saal des Restaurant Kührer um 18 Uhr die Landsmann Prof. Alfred Scholz (Gablonz a. d. Weihnachtsfeier der Iglauer Landsmannschaft Neisse) die Weihnachtsansprache halten. Für 12. Jahrgang/Folge 23 Am 2. Oktober konnte Ehrenvüastaiha Ing. in Wien statt, wozu an alle Landsleute die unsere Kinder bringt wiederum der WeihEckert viele Landsleute und Freunde des herzliche Einladung ergeht Vom 2. Dcnmkir IM» nachtsmann seine Gaben. Wir wollen dabei Bundesverband! Körnten Wien, NÖ., Bgld. 6 D A S verbringt er nun in Pinkafeld seinen Lebensabend; er ist der Schwiegervater des fast zwei Jahrzehnte in St. Veit a. d. Gian wohnhaft gewesenen Redakteurs i. R. Konrad Wildgatsch, der aus Aussig a. d. Elbe stammt. Klagenfurt L E B E N I N D E R Bundesobmann Michel dankte allen Herren für die geleistete Arbeit und zollte auch den Amtsträgern in den Bezirken und Ortsgruppen Anerkennung. Er befaßte sich kurz mit den Entschädigungs- und heimatpolitischen Fragen. Bielitz- Biala -Teschen L A N D S M A N N S C H A F T Blumauer Stüberl unser Nikolofest abhalten. Allfällige Nikologeschenke sind um 14.30 Uhr beim Veranstalter abzugeben. Wir beglückwünschen alle Mitglieder auf das herzlichste, die im Monate Dezember ihr Wiegenfest feiern. Südmährer ¡n Linz Wir bitten nochmals alle Mitglieder, die auf eine mehr als zehnjährige, ununterbrochene Mitgliedschaft zurückblicken können und an der 15-Jahrfeier nicht teilgenommen haben, sich ihre Silberne Ehrennadel samt Urkunde in der Geschäftsstelle, Erzh.-Eugen-Straße 60, selbst abzuholen. Geschäftsstunden jeden Nachmittag (außer Samstag) von 14 bis 17 Uhr. Zum Geburtstag übermitteln wir die herzlichsten Wünsche an: Auguste Brossmann (87), Elisabeth Schaurek (86), Johanna Rosenkranz (80), Berta Rotheneder (81), Josefine Janota (85), sowie Margarethe Müller, Dr. Maria Beh, Dipl.-Ing. Walter Donner, Henriette Klimetschek, Elisabeth Karmann, Karl Schmitzer, Otto Friedrich Löw, Hilde Jahnel, Alfred Posselt, Eduard Weinert, Frieda Kaiser, Emilie Bittner, Reinhard Schmidt und Grete Zinner. Die diesjährige Adventfeier der Bezirksgruppe findet am Samstag, 10. Dezember, um Fest der „Eisernen Hochzeit" Der Verein Bielitz - Biala - Teschen veran16 Uhr im großen Festsaal des Kolpingheimes staltet Am 24. November feierten die Eheleute am Samstag, 10. Dezember, seine vorstatt. Nähere Einzelheiten sind aus dem Rund- weihnachtliche Feier im „Blumauerstüberl", Franz und Helene Junaschek, derzeit in 8783 schreiben zu entnehmen. Linz. Alle Landsleute werden herzlichst ein- Hammelburg-Unterfranken, Kirch 4, nach 65jähriger Ehegemeinschaft das wohl seltene geladen. Fest der „Eisernen Hochzeit". Lm. Junaschek war vor der Vertreibung Geschäftsinhaber in Böhmerwäldler Znaim, Untere Böhmgasse 48, und führte eine Jahreshauptversammlung Schuhoberteilerzeugung. Der Verband der Höhepunkt der Jahreshauptversammlung Der Verband hat wieder einen besonders Südmährer Oberösterreichs entbietet dem Juder Landesgruppe Oberösterreich der SLOe schweren Verlust erlitten. Unser Ehrenmit- belpaar aus diesem Anlaß die herzlichsten war das Referat von Dipl.-Ing. K. A. Simon glied, Isidor Stögbauer, wurde im Alter über die Lage des Sudetendeutschtums. Ob- von 83Prof. von diesem Erdendasein abwohl der Vortrag nicht viel weniger als zwei berufen. Jahren ganz großer Böhmerwäldler ist Die kluge und Landeshauptversammlung Stunden in Anspruch nahm, war die Auf- von uns Ein gegangen. Sein Leben und Wirken Der Landesverband Steiermark hielt am merksamkeit der Zuhörer vom ersten bis zum wurde in der Folge 22 dieses Blattes eingehend sparsame Hausfrau 20. November seine Hauptversammlung ab. letzten Augenblick ungeteilt und ungeschmä- gewürdigt. Uns blieb die gern erfüllte DanObmann Gleißner besprach im Tätigkeitslert. Der Referent handhabt mit Leichtigkeit kespflicht, geht immer in das dem teuren Dahingeschiedenen bericht die fortdauernden Bemühungen, bei die Geschichte des sudetendeutschen Raumes Abschied zuvon nehmen und ihn zu seiner letzten den maßgebenden Stellen eine gerechte Regeund weiß die Gegenwartssituation zu überauf dem Barbarafriedhof in Linz lung der Vermögens- und Ersatzansprüche schauen, zu ordnen und aus ihr realistische Ruhestätte unserer Heimatvertriebenen zu erreichen. FerSchlüsse zu ziehen. Er befaßte sich besonders zu begleiten. Eine große Zahl Böhmerwäldler, darunter ner haben wir aus Vereinsmitteln und Spenauch mit der gegenwärtigen politischen Situaviele ehemalige Schüler und ehemalige Kolden bedürftige Landsleute, aber auch steirition in der Bundesrepublik. Sein Referat, auf Steyr, Sierningerstraße 12, Tel. 22 58 sche Hochwasser-Opfer unterstützt. Wanderdas im einzelnen nicht eingegangen werden legen aus dem Lehrerkreis gaben ihm das fahrten und Lichtbildervorträge sorgten für soll, gab den Amtswaltern die richtige heimat- letzte Geleite. Von der Verbandsleitung waren der Verbandsobmann Hans Hager und der Glück- und Segenswünsche. Mögen ihm noch Geselligkeit. Durch Tod verloren wir in der politische Sicht. Landesobmann Hager hatte als Vertreter Obmannstellvertreter Oberschulrat Mayer er- viele Jahre des glücklichen Beisammenseins Berichtszeit 44 Mitglieder, darunter Herzog der Bundesleitung Bundesobmann Michel, schienen, die im Namen des Verbandes einen in Gesundheit und Zufriedenheit beschieden Dr. Heinrich Beaufort-Spontin, der viele Jahre unserem Vorstand treu und unverdrossen anKassier Studeny und Geschäftsführer Herget, Kranz niederlegten. Ehrenobmann Prok. i. R. sein. Geburtstage: am 30. November: Lm. An- gehört hat. — Hierauf wurde der von den als Vertreter des Böhmerwaldbundes in Wien, Michael Wollner würdigte das Schaffen dieses Herrn Lindinger, begrüßen können. Nach der großen Heimatsohnes in einer ergreifenden dreas Sigi, Linz, Landgutstraße 30, 73 Jahre; Rechnungsprüfern eingesehene Kassabericht von Karl Schebesta gesprochenen Totenehrung Abschiedsrede, die mit den Worten ausklang: am 3. Dezember: Lm. Franz Leberfinger, genehmigt und dem Kassier Lm. Skalla sowies der Landesobmann auf die wesentlichen „Es gibt nicht viele Menschen, denen es ge- Mögglingen, Lauternstraße 211, Kr. Schwä- wie der Geschäftsführerin Frau Engelmann Dank und Entlastung ausgesprochen. — Der Aufgaben hin, mit denen sich die Landeslei- gönnt ist, in ihren Werken weiterzuleben. bisch-Gmünd, 77 Jahre. Vorstand blieb ziemlich unverändert: Obmann Herzlichste Glückwünsche! tung beschäftigen mußte. Unter diesen spielt Professor Stögbauer war so ein Auserwählter. Wir Zurückbleibenden werden ihm immer Adolf Gleißner, 1. Stellvertreter Herbert Gaudie Entschädigungsfrage noch immer eine dankbar sein, und so wie seine meisterhaften bichler (Judenburg), 2. Stellvertreter Emil Hauptrolle. Der Landesobmann stellte eine Wels Schwab, Schriftführer Otto Schierz, StellverNovellierung der Gesetze in Aussicht, die dar- Tonschöpfungen unvergänglich sein werden, wird auch unser Dank und unser Gedenken treter Dipl.-Ing. Peter Scherer, Kassier Otto auf hinzielt, den Stichtagversäumern noch die Zum Heimabend am Samstag, 3. Dezember, Skalla, Stellvertreter Franz Seidl (Köflach). Möglichkeit der Anmeldung zu geben, eine unvergänglich sein." erwarten wir einen stärkeren Besuch. Es ist Beiräte Dr. Emil Prexl, Elfriede Keil, IngeStichtagverlegung für die Einkommensgrenze unsere letzte Zusammenkunft im alten Jahr, nieur Franz Sabathil. Jugendreferent Klaus von 72.000 Schilling und eine Novellierung für und es gibt mancherlei zu besprechen, u. a. Enns-Neugablonz Streichert. Rechnungsprüfer Erich Czech, Didie Pächter und Verpächter. Dies sind die über unseren Ball 1967, der am 5. Jänner, also plomingenieur Ruprecht Weißhuhn. — Dem Schwerpunkte des Forderungsprogrammes, dem Abend vor dem Festtag der Hl. Drei aus Altersgründen zurückgetretenen bisheridas im Flüchtlingsbeirat aufgestellt worden Am 14. November verschied nach kurzer Könige, im Hotel Greif abgehalten wird. gen Schriftführc Dr. Meister dankte Obmann ist. Hager konnte feststellen, daß mit den Krankheit unser bisher noch so rüstiges MitGleißner. — Med.-Rat Dr. Prexl behandelte österreichischen Behörden und mit dem Deut- glied, Lm. Franziska Melzer, die Mutter unsenun in gewohnter Klarheit die uns Sudetenschen Konsulat in Linz erfreuliche Beziehun- res Vorstandsmitgliedes, Landmännin Margadeutschen am Herzen liegenden Fragen, begen bestehen. Der Landesgeschäftsstellenleiter rethe Müller, im 85. Lebensjahr. Die OG Enns Bei der Jahreshauptversammlung am leuchtete die Verdienste, die sich diese LandsNohel berichtete über Mitgliederstand und der SL und alle Heimatfreunde nehmen an Schriftverkehr, Kassier Pokorny gab den er- diesem Verlust herzlichen Anteil und werden 19. November wurde von den Delegierten der leute um den Wiederaufbau Oesterreichs erfreulichen Kassenbericht und erhielt über der lieben Heimgegangenen stets ein ehrendes neue Ausschuß des Landesverbandes ein- worben hatten und beantragte eine EntschlieAntrag von Kassenprüfer Bretfeld für seine Gedenken bewahren. stimmig gewählt: Landesobmann Dir. Rudolf ßung gegen die durch Presse, Rundfunk und musterhafte Kassenführung Dank und EntFreinek, 1. Landesobmann-Stellv. Franz Al- Fernsehen gelegentlich verbreiteten unrichtiAuf Grund eines Schreibfehlers in unserer brecht, 2. Stellv. Leo Heinz, Bezirksobmann gen, ja gehässigen und herabsetzenden Berichte lastung. Lm. Dittrich erwähnte die Bestrebungen des sudetendeutschen Landvolkes, wobei Kartei hatten wir letzthin Lm. Frau Ida Mül- von Zeil am See, Schriftführer Liesl Posselt, über die sudetendeutschen Angelegenheiten wohnhaft bei L gtellv. er die gute Zusammenarbeit mit Bauernbund- ler,, geb. Stejlv. Hermine Schindler, SçhjnçUer, 2. g. Stellv, Stelly, Irm.- - , . _ * . . g Pilz,, aus Gablonz,, jetzt j x T J direktor Bundesrat Schreiner hervorhob. derLinz, Familie ihrer Tochter Charlotte Weyer gard Gabriel, Kassier Lotte Posselt, 1. Stell- (einstimmig angenommen). In deransehr verlaufenen Versammlung» der anreauch in Prinz-Eugen-Straße 3/IL, um.einige Vertreter Hans Binder, 2. STèìlv. Josèf MeißDen Mitgliedern Adolf Wolf (Böhmerwäld„verjüngt". Sie beging am 24. Novem- ner, 1. Kassa-Prüfer Waltraut Löffler, 2. Kas- die Delegierten fast aller steirischen Bezirkslerverband), Gottfried Dworschak (Grama- Jahre ber nicht den 76., sondern bereits ihren 83. Ge- sa-Prüfer Greti Hanke, 1. Frauenreferentin gruppen teilgenommen hatten, wurden schließstetten), Adolf Unger (Kirchberg) wurde die burtstag. Wir bitten höflich um Entschuldi- Lisi Karmann, 2. Frauenreferentin Ida Semsch lich verschiedene Organisationsfragen, wie enEhrennadel der SL überreicht, dem verstorKultur-Referent Ottomar Riedl, Referent für gerer Kontakt zwischen Bundes- und Landesbenen Lm. Ludwig Schim (Brüx) konnte sie gung! Sozialfragen Ernst Jentsch, 1. Beirat Ober- leitung sowie den Bezirksverbänden, Werbung nicht mehr persönlich ausgehändigt werden. Geburtstage studienrat Karl Friedrich, 2. Beirat Karl neuer Mitglieder —• von den rund 30.000 SudeBei diesem Anlasse gratulierte der LandesobAm 30. November: 76. Geburtstag, Lm. Os- Schwetz, 3. Beirat Josef Schindler, 4. Beirat tendeutschen in der Steiermark gehören nur mann jenen Landsleuten, die heuer vom etwa 1500 der Landsmannschaft an! —, GeBundespräsidenten ausgezeichnet worden sind. kar Bergmann aus Gablonz, Grünwalder- Ernst Onderka. Die Beiträge wurden in der bisherigen Höhe straße 4, in Enns-Neugablonz 2; am 1. DeBei der Hauptversammlung wurde unser winnung der Jugendlichen und Aufgabe von belassen. Nachdem Chefredakteur Putz einen zember: 77. Geburtstag, Frau Anna Zimmer- langjähriges Ausschußmitglied Lm. Oberstu- Inseraten und Glückwunschannoncen für die Kurzbericht über die „Sudetenpost" erstattete mann aus Pintschei bei Gablonz, in Enns-Neu- dienrat Karl Friedrich anläßlich seines 80. Ge- „Sudetenpost" besprochen. und der Landesgruppe für ihren Einsatz ge- gablonz 14; am 14. Dezember: 60. Geburtstag, burtstages gefeiert und wurden ihm kleine dankt hatte, legte der Landesobmann mit Dank Frau Helene Appelt aus Gablonz-Schlag, in Aufmerksamkeiten überreicht. Am 8. DezemJudenburg an seine Mitarbeiter die Funktion zurück, er Enns-Neugablonz 14; am 15. Dezember: ber (Feiertag), 15 Uhr, veranstaltet der Lanund der bisherige Vorstand wurden aber so- 65. Geburtstag, Frau Hede Veit, geb. Pietsch, desverband im „Harrersaal", Ignaz-HarrerBeim ersten Heimatabend nach der Somfort wieder einstimmig mit dem Vertrauen aus Prag XII, Schlesische Straße 5, jetzt Enns- straße 9, seine nun schon traditionelle und der Landesgruppe bedacht. Der Landesvor- Neugablonz 14; am 15. Dezember: 71. Geburts- beliebte Vorweihnachtsfeier. Zur Aufführung merpause — Pause ist nicht das richtige Wort, stand setzt sich nun zusammen aus: Hans Ha- tag, Lm. Max Brunnecker aus Gablonz, Wald- gelangt u. a. ein „Weihnachtsspiel" unseres denn während dieser Zeit hatte außer der ger, Obmann; Erwin Friedrich und Wenzel gasse, langjähriger rühriger Mitarbeiter und Lm. Dr. Franz Nahlik, in welchem unsere dreitägigen Dolomitenfahrt der reiselustige Möckl, Stellvertreter; Ladislaus Pokorny, Kas- Vorstandsmitglied der SL-Ortsgruppe Enns, schon durch viele Aufführungen bekannt- Obmann seine Landsleute noch zweimal zu sier; Johann Meininger und Josef Peters, in Enns-Neugablonz 6; am 16. Dezember: 61. gewordenen Kinder mitwirken. Cornelia Löff- einer Tagesfahrt geladen — berichtete OberStellvertreter; Dr. Eckhard Chodura, Schrift- Geburtstag, Frau Rosa Rössler aus Gablonz, ler, Anneri Böhm, Margit und Christi Zuck- förster Gaubichler über aktuelle Fragen in führer; Franz Zahorka und Josef Nohel, Stell- Rehgrundgasse 11, jetzt Enns, Födermayr- riegl, Petra Holfeld-Weitiof, Heimo Egger und der Bezirksstelle und in der Landsmannschaft. vertreter. Zu Beiräten wurden gewählt: Dok- straße 52. Michael Günther. Für Kinderjause und Päck- Hernach erfreute uns Frau Erika Engelhardt Allen Jubilaren herzlichste Glückwünsche! chen, überreicht vom Weihnachtsmann, ist ge- mit einem Lichtbildervortrag über ihre Sizitor Dipl.-Ing. Herbert Locker, Dr. Alfred Zerlienfahrt. An schönen Landschaftsbildern vorlik, Ing. Ernst Starke, Kurt Goldberg, Karl Weiterhin Gesundheit und alles Gute! sorgt. Jeder Erwachsene möge ein Geschenk bei führte sie uns in die Kirchen und Dome Jeitschko, Franz Khemeter, Gratian Sobotka, im Höchstwert von S 10.— bis S 15.— mitund zeigte uns die herrlichen Mosaike und Ing. Wolfgang Stähr, Franz Studener. Das Mährer und Schlesier bringen, dafür erhält er vom Weihnachtsmann sowie die alten Kunstschätze und Amt der Rechnungsprüfer wurde Vinzenz ein anderes. Abgabe der Päckchen eine halbe Fresken Denkmäler Siziliens. Starker Beifall dankte Zifreund, Adolf Bretfeld und Hans Burczik Wir machen unsere Mitglieder aufmerksam, bis eine Stunde vor Beginn. Eintritt frei, der Vortragenden für die schöne Stunde. übertragen. daß wir am 4. Dezember um 15 Uhr im Spenden erbeten. Der nächste Heimatabend findet am Sonntag, 4. Dezember, um 8 Uhr abends im großen Speisesaal des Hotel Schwerterbräu statt. St. Nikolaus hat seinen Besuch angesagt, doch bittet er, Jux- und Geschenkpakete rechtzeiAn den Folgen eines tragisdien Verkehrsunfalls verschied am 27. November d. J. in Wiesbaden, herausgerissen aus einem arbeitstig abzugeben. Anschließend wird der Tonreichen Leben, das dem Kampfe für die Durchsetzung der nationalen und sozialen Lebensrechte der Völker Mitteleuropas geweiht war, Landsmann farbfilm „Klänge über den Ozean" vorgeführt. Wir bitten um zahlreiches Erscheinen. Rückfahrmöglichkeiten sind vorhanden. Ende vorigen Monats besuchten Oberförster Gaubichler und Lm. Bauer unseren Landsmann Josef Ollinger, um ihm anläßlich seines 80. Geburtstages die Glückwünsche der BeMitglied des Deutschen Bundestages, Ministerialdirektor a. D., Präsident der Bundesversammlung der Sudetendeutschen zirksstelle zu überbringen. Lm. Ollinger war Landsmannschaft, Präsident des Bundes der Vertriebenen, Präsident der Deutschen Stiftung fOr Europäische Friedensfragen, Maschinist in der Zuckerfabrik Grusbach in Vorsitzender der Seliger-Gemeinde, Mitglied des Sudetendeutschen Rates und anderer Institutionen, Inhaber des Großen Südmähren und ist mit seiner Familie 1945 Verdienstkreuzes mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, Inhaber des Ehrenbriefes der Sudetennach Oesterreich geflüchtet. Sichtlich überdeutschen Landsmannschaft und der Rudolf-Lodgman-Plaketfe, sowie zahlreicher anderer Auszeichnungen. rascht und gerührt dankte der Jubilar für die überbrachten Geschenke und versprach, der Sein Lebenswerk galt der Sdiaffung einer gerechten Völker- und Sozialordnung in Mitteleuropa und der Obsorge für seine verHeimat und der Landsmannschaft auch weitriebenen Schicksalsgenossen. terhin die Treue zu halten. Sein Wirken für die deutsche Demokratie, für die europäische Völkerverständigung und für die Durdisefzung des Heimat- und SelbstAm 21. Dezember vollendet unsere Landsbestimmungsrechfes seiner sudetendeutschen Volksgruppe wird im Buche der deutschen und mitteleuropäischen Geschichte für alle männin Frau Martha Novak ihr 70. LebensZeiten verzeichnet sein. jahr. In Haber geboren, absolvierte sie die Lehrerbildungsanstalt in Leitmeritz und war Mit Wenzel Jaksch ist einer der grofjen Volksführer des altösterreichischen Deutschtums für immer von dieser Welt geschieden. als Lehrerin in Eger und Eulau-Tetschen tätig. 1938 übersiedelte Frau Novak nach JudenDr. Ing. Hans-Christoph Seebohm burg, wo sie bis zu ihrer Pensionierung an Sprecher der Sudetendeutschen Landsmannschaft den Mädchenhauptschulen Fohnsdorf und JuDr. Egon Schwarz Dr. Franz Böhm denburg wirkte. Durch ihre gerechte Strenge Vizepräsident der Bundesversammlung der SL Vorsitzender des Bundesvorstandes der SL war sie allseits geschätzt und beliebt. Wir wünschen dev Jubilarin noch viele Jahre beim Namen aller Gliederungen der Sudetendeutschen Landsmannschaft. ster Gesundheit. Oberösterreich Steiermark Textilhaus Herzig Salzburg Dr. h. c Wenzel Jaksch Im Sinne des Verstorbenen wird gebeten, Kranzablösespenden zugunsten der Volksgruppenabgabe der Sudetendeutschen Landsmannschaft zu geben (Posfsdiedckonto München 23.999). 12. Jahrgang/Folge 23 Vom 2. Dezember 1966 Folge 23 vom 2. Dezember 1966 SUDETENPOST Sudetendeutsche, kauft bei den uns wohlgesinnten Geschäftsleuten! Leoben Am 23. November versammelten sich die Leobner Sudetendeutschen aus traurigem Anlaß am Zentralfriedhof um 16 Uhr. Wieder war eine arge Lücke in der Landsmannschaft entstanden, als am 19. November nach längerer Krankheit und Krankenhausaufenthalt der langjährige Rechnungsprüfer der Landsmannschaft, Herr Dr. Helmuth AI k e r verstorben war. Er war am 10. Jänner 1902 in Troppau geboren worden und kam im Zuge der Aussiedlung als Sparkassenoberdirektor i. R. aus Mährisch-Ostrau nach Deutschlandsberg in die Steiermark, nachdem er in den letzten Kriegsjahren noch Wehrdienst geleistet hatte. In Deutschlandsberg verlor er seine Frau Ilse, geb. Roder, und übersiedelte mit seinem einzigen Sohn Joachim nach Leoben, wo er die Leitung der Wiener Städtischen Versicherung übernahm. Er war viele Jahre Mitglied der Landsmannschaft und stets einsatzbereit, wenn Not am Mann war. Leider zwang ihn die Krankheit zur vorzeitigen Pensionierung und brachte statt der Ausheilung den Tod. Sein ruhiges Wesen schuf ihm nur Freunde, und ein immerwährendes Gedenken in den Kreisen der Landsmannschaft, die sich nun seines Sohnes annehmen wird, ist ihm sicher. I Rottenmann-Liezen „Der Obmann rief und alle kamen", so kann man wohl sagen. Denn unsere für den 12. November in Liezen im „Goldenen Hirschen" abgehaltene Zusammenkunft war trotz sehr schlechten Wetters auch von auswärtigen Mitgliedern sehr zahlreich besucht. Es standen einige sehr interessante und wichtige Themen zur Debatte, wie z. B. Entschädigungsfragen und Organisationsfragen der SLÖ. Mehrere Mitglieder überreichten dem Obmann Memoranden zu den aktuellsten Problemen und ersuchten den Obmann, die Anliegen unserer Landsleute bei der bevorstehenden Delegiertensitzung und Hauptversammlung der SLÖ-Steiermark vorzutragen. Auch die Frage der Sudetendeutschen Jugend wurde eingehend erörtert und mit guten Vorschlägen diskutiert. So verlief der Nachmittag, der wieder sehr schön und interessant war, fast zu schnell. Im gemütlichen Teil des Nachmittages überraschte unsere im 91. Lebensjahr stehende Frau Linek die weiblichen Mitglieder unserer Bezirksgruppe mit Päckchen, die schöne, von ihr selbst gehäkelte Deckchen enthielten. — Zum Abschluß der Veranstaltung erinnerte der Obmann an unsere nächste Zusammenkunft, nämlich das Nikolokränzchen, welches m dîeaëm Jahr in" Rottenmann am 10. Dezember um 14 Uhr im Gasthof Haas stattfinden soll. Zu dieser Veranstaltung wollen eventuell auch die Judenburger Landsleute, die immer gern gesehen sind, kommen. Sonstige Verbände | Hochwald Beim Heimattreffen am 13. November begrüßte Obmann Fischer die Teilnehmer, unter ihnen besonders Herrn Oberleutnant Norbert Starkbaum, Sohn unseres verstorbenen Landsmannes Dr. Josef Starkbaum, Bezirksrat Schmidt, Frau Maria Bardachzi und Frau Maria Wagner-Schönkirch. Sodann hielt Obmann Fischer einen Nachruf für Dr. Josef Starkbaum, Ministerialrat im Bundesministerium für Finanzen. Prof. Dr. P. Dominik Kaindl liest in Heiligenkreuz für den Toten und die anderen verstorbenen Mitglieder des Hochwaldes fünf heilige Messen. Frau Maria Bardachzi hielt einen FarbbilderVortrag „Wanderung mit Adalbert Stifter". Die Teilnehmer folgten dem Vortrag mit gespannter Aufmerksamkeit. Auch Karten mit Bildern aus dem Vortrag, z. B. die Moldau im Böhmerwald, der Plöckensteinsee u. a. fanden Interesse bei den Anwesenden. Herr Heinrich Barth las aus dem SudetenJahrbuch 1966 „Du stilles Dorf" von Erna Künast vor. Unser treues Mitglied, Frau Maria Filippi aus Krummau, erlitt einen schweren Verlust. Am 8. November starb nach schwerem Leiden ihr Gatte Herr Adolf Filippi im 54. Lebensjahre. Unsere Weihnachtsfeier findet am Donnerstag, 8. Dezember, in der Gastwirtschaft Anton Rebl (Wien XVIII, Gymnasiumstraße 8) statt. Beginn 18 Uhr. Der Heimatabend im Dezember bei Nigischer entfällt. Wanderungen mit Adalbert Stifter Ein beglückendes Gefühl bei einem vorzüglich gestalteten Vortrag mit Farblichtbildern aus einem Teil der unvergessenen Heimat durchzog die zahlreichen Zuhörer am 13. November 1966. Frau Maria Bardachzi, die Wahrerin des künstlerischen Erbes ihres Gatten, wußte in fesselnder Weise den Vortrag in drei Stufen zu teilen, deren erste die Kindheit, Jugend, Berufs- und Reife jähre sowie das Privatleben des größten Sohnes unserer Heimat, Adalbert Stifter, umfaßte. Welcher Reichtum in ihren Worten mit den unvergänglichen Ergänzungen aus den Schriften des Dichters und den prächtigen Landschaftsaufnahmen aus dem Böhmerwald! Der Lebensweg Stifters könnte nicht anschaulicher vor uns erstehen! Auch den Persönlichkeiten im Leben Stifters wurde die Vortragende gerecht, wie Fanny Greipel aus Friedberg, dem gebürtigen Kaplitzer Lehrer Pater Placidus Hall, Freiherrn von Baumgartner usw. Der zweite Teil des Vortrages galt Stifters Aufenthalt im Voralpenland, dessen Naturschönheit und Kunstschätze in ausgeprägter Form des Dichterwortes noch heute zu uns spricht. Als letzter Abschnitt zog an uns die Erfüllung des „Landschaftsraumes seiner Seele" vorüber: Stifter durfte Größe und Erhabenheit des Meeres schauen. (1857) Die zweite Begabung Stifters — die Malerei — der er anfangs größere Bedeutung zumaß, wurde in der Wiedergabe einiger seiner Gemälde sichtbar. Zu Dank müssen wir Frau Bardachzi verpflichtet sein, daß sie auch die Gedenkstätten in Linz und Wien namhaft machte, wo sich der Besucher in die Welt Stifters einzuleben vermag. Die drei Denkmäler können gleicherweise zum Ziele einer Einkehr bei dem Dichter werden: das von Hans Rathausky geschaffene Denkmal in Linz, bei dessen Enthüllung am 24. Mai 1902 der Männerchor: „Natur und Dichter" von Hans WagnerSchönkirch gesungen wurde. Das Denkmal in Hainbach (Niederösterreich) ist umrauscht von der Sehnsucht der Stille, während im Türkenschanzpark (Wien, 18. Bezirk) das Werk Carl Philipps uns grüßt. Kameradschaft des ehem. südmähr. Infanterieregimentes Nr. 99 (Znaim) Den Höhepunkt des wiederum sehr gut besuchten Monatsabends vom 14. November bildete ein ausgezeichneter, geschichtlich wohl fundierter Vortrag des Kam. Dn Othmar Denk (Znaim), den er dem Andenken FM Radetzkys widmete. In anschaulicher Weise schilderte er den Lebensweg und die überragende Bedeutung dieses erfolgreichen Heerführers, îweîtbiickehden Staatsmannes, aber auch gütigen und anspruchslosen Menschen Radetzky. Seinen aufrichtigen Worten des Dankes und der neuerlichen Anerkennung fügte Kamerad Gmjr. Bornemann eine übersichtliche Schilderung jener Ereignisse hinzu, die sich nach der Schlacht bei Wagram (1809) im nahen südmährischen Grenzgebiet der Thaya, im Räume zwischen Znaim und Nikolsburg abspielten. Eingangs der Veranstaltung gedachte Kf. Stv. Dir. i. R. Mayerhofer des völlig unerwartet aus dem Leben geschiedenen Kameraden Lt. i. Res. Rudolf Lenhardt, der erst wenige Tage vorher aus New York zurückgekehrt war, um in seiner Heimatstadt Wien nach 13jähriger Abwesenheit seinen Lebensabend zu verbringen. Weiter verließen unsere Reihen die Kameraden Gottfried Bergener (Krczal), heimatvertrieben aus Brunn (81, Weitresroda, DDR), und Gehd.-Bez.-Insp. i. R. Andreas Lepnik (86, Gurdau/Retz, NOe). Nächster Kameradschaftsabend am Montag, 12. Dezember, ab 19 Uhr bei Daschütz, Wien 8, Stadtbahngebäude Josefstädterstraße. JUQENPARBEIT IHREN WEIHNACHTSBRATEN NUR VON DER FIRMA II GA Weihnachts-Scfailager vom 15. Dezember 1966 bis 1. Jänner 1967 auf der Bohemia-Hütte (Sektion Prag) am Radstädter Tauernpaß. Für bogen, Criesgasse und Judengasse. Bequemer Einkauf — gesparte Zeit — alle Waren griffbereif bei Jritsch HERBERT GALLBAUER Fachgeschäft feiner Lederwaren • Schuhhaus Taschen • Koffer alte Arten Herren- und Damenschuhe! 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